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Konzert mit »A Tickle in the Heart« und Deborah Strauss

Artikel vom 11.03.2010 - 16.20 Uhr

Konzert mit »A Tickle in the Heart« und Deborah Strauss

Ein Konzert bot das Kölner Klezmer-Trio »A Tickle in the Heart« gemeinsam mit der New Yorker Violinistin Deborah Strauss im Konzertsaal des Rathauses.
Deborah Strauss (Violine), Thomas Fritze (Kontrabass) und Bernd Spehl (Klarinette) beim gemeinsamen Spiel.	(Foto: jou)
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Deborah Strauss (Violine), Thomas Fritze (Kontrabass) und Bernd Spehl (Klarinette) beim gemeinsamen Spiel. (Foto: jou)
In einem von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit veranstalteten Konzert vermochte das Kölner Klezmer-Trio »A Tickle in the Heart« gemeinsam mit der New Yorker Violinistin Deborah Strauss das zahlreiche Publikum im Konzertsaal des Rathauses auf gefällige Weise zu unterhalten. Das Programm bot eine humorvolle Begegnung mit der jiddischen Kultur. Freudvolle, melancholische und besinnliche Musik bildeten eine ausgewogene Mischung.

Im Eröffnungsstück strömte die von Strauss ausdrucksintensiv intonierte Violinmelodie voller Leidenschaftlichkeit dahin, dann trat Klarinettist Bernd Spehl hinzu, die Bewegung beschleunigte sich, und die Musik nahm tänzerisch-beschwingte Züge an. Das zweite Stück wartete mit einer ruhigen, emotional tiefgründigen Violin- und Klarinettenmelodie über einer schlichten, von Thomas Fritze auf der Gitarre und Andreas Schmitges auf der Mandoline übernommenen Begleitung auf; auch hier steigerten sich Tempo und Vitalität. Fritze beherrschte gleichermaßen souverän Kontrabass und Schlaginstrumente, Schmitges spielte auch Gitarre.

Anschließend sang Strauss das jiddische Liebeslied »In mayn gortn« mit nachdenklichem Unterton und verlieh ihm zusammen mit dem Trio eine Spur Hoffnung. In der »German Goldenshteyn Suite« trug Spehl die schwermütige Klarinettenmelodie voller menschlicher Wärme vor; die Violinistin griff sie ebenso beseelt auf. Außerdem brachten die Musiker unter anderem eine Vertonung des 1943 im Getto von Vilna geschriebenen Gedichtes »Unter dayne vayse shtern« von Abraham Sutzkever sowie ein rhythmisch prägnant gemeistertes chassidisches Medley zu Gehör.

Letzteres vermittelte unbeschwerte Lebenslust und verführte dazu, die Gedanken schweifen zu lassen. Strauss sorgte mehr und mehr für ausgelassene Stimmung und animierte viele Besucher gar zum Mitsingen. Zum Abschluss widmete sich das Ensemble dem »Kolemeyke Lid« ukrainischen Ursprungs. Für den begeisterten Applaus dankte es mit zwei Zugaben. jou

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Artikel vom 11.03.2010 - 16.20 Uhr
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