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Jeder zweite Lkw beanstandet

Artikel vom 08.03.2010 - 16.00 Uhr

Jeder zweite Lkw beanstandet

Fulda/Vogelsbergkreis (pm). Mit ihrem landesweiten Aktionstag hat sich die Polizei dieser Tage besonders auf den Schwerverkehr konzentriert. Das Gesamtergebnis beeindruckt im Nachhinein umso mehr, da fast jeder zweite Lkw nicht ohne Beanstandung war.
Trotz der gegenwärtigen Wirtschaftskrise und dem Rückgang der Neuzulassungen von Sattelzugmaschinen wird der Güterverkehr wieder zunehmen und das Transportaufkommen im Straßengüterfernverkehr um 55 Prozent gegenüber dem Jahr 2004 steigen.

»Verkehrskontrollen sind notwendig, damit technische Mängel und Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten im Schwerverkehr festgestellt und so schwere Unfälle vermieden werden können«, so die Devise von Polizeipräsident Alfons Georg Hoff. Landesweit kontrollierten die Beamtinnen und Beamte insgesamt 663 Lkw, bei 301 waren Beanstandungen festzustellen. Eine Quote von etwa 45 Prozent aller. Aufgrund technischer Mängel wurden 21 Brummis aus dem Verkehr gezogen und müssen nun mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.

Bei 161 Fahrern stellten die Spezialisten der Verkehrsdienste und des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetzt fest. In Gesprächen mit Lkw-Fahrern wurde festgestellt, dass vier Jahre nach Einführung des Digitalen Kontrollgerätes und der EG-VO 561/2006 immer noch Lücken im Umgang mit dem Kontrollgerät und den Vorschriften bestehen.

Nicht nur aus diesem Grund hatte die Polizei in Osthessen im Rahmen des Fernfahrerstammtischs Hessen auch erstmalig auszubildende Berufskraftfahrer aus Wetzlar, Fulda und Geisenheim nach Kirchheim eingeladen. Bei Fachvorträgen konnten sie sich informieren und auch Fragen stellen, die nicht zuletzt auch von der Polizei beantwortet werden konnten. Auch draußen, an den Kontrollstellen, machten die jungen Kraftfahrer sich ein Bild, um in ihrem Berufsalltag einiges zu verbessern.

Mit den Kooperationspartnern, dem Fachverband Güterkraftverkehr und Logistik Hessen, dem BAG, der SVG, der Berufsgenossenschaft, der Kreisverkehrswacht Hersfeld-Rotenburg, dem Gefahrgutcenter Osthessen, dem BADS mit Fahrsimulator, dem DVR mit Gurtschlitten und einem Sachverständigen des Regierungspräsidiums Kassel auf der einen Seite und den Kontrollen auf der anderen gelang es der Polizei erneut aufzuzeigen, dass auch im Bereich des Güterverkehrs viel für die Verkehrssicherheit getan werden kann. »Gerade die Arbeit an der Verkehrssicherheit auf den viel befahrenen Autobahnen und Bundesstraßen ist ein wichtiger Baustein unserer Arbeit«, betonte Einsatzleiter Leitender Polizeidirektor Günter Voß.



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