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Heranwachsenden helfen, den Horizont zu weiten

Artikel vom 02.02.2012 - 14.46 Uhr

Heranwachsenden helfen, den Horizont zu weiten

Gießen (no/pm). Sinnstiftende Seminare und herausfordernde Bildungsurlaube, kurzweilige Freizeiten und den Horizont weitende Studienfahrten sowie fachpraktische Projekte für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene prägen auch im neuen Jahr das Angebot der Kreis-Jugendförderung.

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Dirk Oßwald (links) und Ingrid Macht (rechts) mit dem Team der Jugendförderung.
Grundsätzlicher Handlungsansatz: Junge Menschen, also die Erwachsenen von morgen, durch rationale wie emotionale (Fort-)Bildung zur Selbstbestimmung und zu verantwortungsvollem Handeln befähigen. Das mögen im Einzelfall Vorgänge sein, die ein intaktes Elternhaus samt funktionierender Umgebung ebenfalls leisten könnte. Meist aber geht es auch darum, das Heranwachsen abseits des geschützt erscheinenden Raumes zu ermöglichen, die Emanzipation im besten Sinn des Wortes.

»Lernen mit Spaß«, nennt Ingrid Macht eine der Devisen, die Teamleiterin der Kreis-Jugendförderung, die dieser Tage mit anderen das aktuelle Programmheft vorstellte. »Wir wollen jungen Menschen neue Erfahrungen ermöglichen, wollen Interesse für das politische Geschehen von gestern und heute wecken und ihnen die Möglichkeit geben, sich ohne Leistungsbewertung in vielen Bereichen auszuprobieren.«

Dass dieses ehrgeizige Ziel wieder erreicht wird, steht nach Ansicht des Ersten Kreisbeigeordneten Dirk Oßwald außer Frage. »Das Schöne an den Seminaren und Ausflügen, die der Landkreis anbietet, sind unter anderem die günstigen Teilnehmerbeiträge und die Möglichkeit zur Ermäßigung für einkommensschwache Familien«, betonte der Kreis-Jugenddezernent. Dabei sei viel Miteinander angesagt. »Soziales Lernen ist ein wichtiger Bestandteil der Angebote. Denn Jugendliche in ihrer Entwicklung zu stärken, sie zu motivieren, unsere Gesellschaft mitzugestalten und verantwortungsvoll mit sich und anderen umzugehen, sind wesentliche Ziele unserer Jugendförderung.«

Kreisjugendpfleger Matthias Lotz unterbreitete das Jugendfreizeit-Angebot für den Sommerr. Neu im Programm ist eine Fahrt nach Kroatien auf die Halbinsel Istrien in ein Camp direkt am Meer; eine Ersatzmaßnahme für das zuletzt im Landkreis immer schwächer nachgefragte Surf-Zeltlager am Lac du salagou in Südfrankreich. Stets schnell ausgebucht ist ein Abenteuercamp in Nordspanien, ebenfalls für die Zielgruppe der 13- bis 15-Jährigen. Zudem organisiert die Jugendförderung im Magdeburger »Ponyschloss« eine Reiterfreizeit für neun- bis 13-jährige Mädchen.

»Jungen online« lautet der Titel von drei aufeinander aufbauenden Wochenendseminaren zum Thema Internetnutzung, die Elfjährigen und älteren Jungs Kompetenzen im Umgang mit dem Netz vermitteln. Neben technischen Kenntnissen sind Selbstdarstellung sowie Gefahren und der Umgang mit anderen Online-Nutzern Teil der Seminarreihe, erklärte Jugendbildungsreferent Patrick Amend.

Ein weiterer Angebotsschwerpunkt sind erneut die Studienfahrten zum Thema Nationalsozialismus. In diesem Jahr wieder mit Fahrt in das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz in Polen. Wiebke Dierkes, zuständig für historisch-politische Bildungsarbeit, betonte die Bedeutung, aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen. Neben der intensiven Auseinandersetzung mit dem heiklen Thema durch ein Zeitzeugengespräch und Führungen in den früheren Lagern zählt eine Fahrt nach Krakau mit Besichtigung des jüdischen Viertels zum Programm.

Näheres zu diesen und weiteren Veranstaltungen unter www.jugendfoerderung.lkgi.de im Internet. Das komplette Programmheft kann bei Patrick Weigel (06 41/93 90-9105) angefordert werden – auch von Eltern, die ihren Kindern Gutes wollen.

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Artikel vom 02.02.2012 - 14.46 Uhr
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