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Großen-Lindens Narren feiern bis die Bühne kracht

Artikel vom 05.02.2012 - 18.56 Uhr

Großen-Lindens Narren feiern bis die Bühne kracht

Linden (gbp). »60 Jahre Fassenacht, wir feiern bis die Bühne kracht«: Unter diesem Kampagnemotto, das Bezug nimmt auf die Gründung des KVH 1952, ging der Karnevalsverein »Harmonien« (KVH) Großen-Linden am Samstag in die erste Runde der Fremdensitzungen.

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Daniela Koppel als Lady Gaga.
Da ihr angestammtes Domizil, die TV-Halle, noch nicht zur Verfügung steht, hatten die Narren noch einmal »Asyl« im Nachbarstadtteil gefunden. Wenn auch die Leihgesterner Volkshalle nicht ganz so gut gefüllt war, wie es das unterhaltsame närrische Programm verdient gehabt hätte, herrschte doch beste Stimmung im Saal.

Traditionell eröffnet von den obligatorischen elf Gongschlägen und den Fanfaren- und Trommelklängen der Herolde boten die KVHler vor dem Bühnenbild mit der grün-weißen Geburtstagstorte mit Erlferrat und »Präsi« Carsten Born dem begeisterten Publikum ein rund fünfstündiges Programm mit närrischer »Feinkost« für Augen, Ohren, Lachmuskeln und so manchem Anlass zum Schunkeln und Mitsingen. Wie seit vielen Jahren unterstützte »Nobody is perfect« als Hauskapelle das Bühnenprogramm und spielte im Anschluss zum Tanz auf. Gleich zwei närrische Hoheiten hatten die Großen-Lindener Narren zu Gast: So machte das Prinzenpaar der mit dem KVH befreundeten Karnevalsturner Waltershausen, die in diesem Jahr ihr 44-jähriges Bestehen feiern, ebenso seine Aufwartung wie die närrischen Blaublüter aus Gießen, Prinz Michael III. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Rosa mit Hofstaat und Ari.

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Mit dem neuen Namen »Proseccoladies« präsentierten sich die ehemaligen »Hupfdohlen« zunächst als »Cindys aus Marzahn« in rosa Nickyanzügen, die sich anschließend in zauberhafte Prinzessinnen verwandelten. (Fotos: gbp)
In Linden aufzutreten sei »eine ganz emotionale Geschichte«, so der Gießener Karnevalsprinz, der wie die Prinzessin in Leihgestern zuhause ist und darum vielleicht vor Begeisterung und Heimatgefühl versehentlich ein »Leihgestern Helau!« anstimmte – was ihm nicht einmal die Großen-Lindener unter dem Prublikum krumm nahmen.

Einen festen Platz im Repertoire des KVH haben die Büttenredner. Den Auftakt machte Lothar Dämon, der als Protokoller nicht nur die nationale und internationale Politik auf die närrische Schippe nahm, sondern sich auch das aktuellen Geschehen in Linden vorknöpfte, beispielsweise den Solarpark, (»Photovoltaik: das is, wemmer Geld kricht, wenn die Sonn scheint – wie bei de Grieche«), zu dem der als »Stromer« bekannte Bürgermeister eine ganz besondere Beziehung habe. Einen Blick aus der Perspektive der Veterinärmedizin warf Sabrina Elmshäuser auf allerlei Menschliches und Tierisches und Peti Müllejanz berichtete mit trockenem Humor und viel Wortwitz vom Wellnessurlaub (»En Landgasthof mit Metzgerei wär mer lieber gewese...«) in der Lüneburger Heide mit Ehefrau Luzie.

Mitreißend schwungvolle Augenweiden waren die zahlreichen Tanzgruppen: So begeisterten in den KVH-Farben grün und weiß die »Harmonien«-Garde mit ihrem Kampagnetanz sowie die beiden Tanzmariechen Stefanie Bellof und Nadja Eimer. Mit dem neuem Namen »Proseccoladies« präsentierten sich die ehemaligen »Hupfdohlen«, deren Tanz stets mit Spannung erwartet wird – nicht zuletzt wegen der aufwändigen, phantasievollen Kostüme, die Gabi Trinklein für diese Gruppe zaubert. In diesem Jahr verwandelten sie sich von »Cindys aus Marzahn« in rosa Nickyanzügen in zauberhafte Prinzessinnen mit Frosch und Märchenprinz (Hans-Jürgen Schindler). Tänzerische »Grüße aus Bollywood« überbrachten die »Lindenblüten«, und das »Harmonienballett« entführte mit seinem Tanz ins Gangstermilieu Al Capones.

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Peti Müllejanz berichtete mit trockenem Humor und viel Wortwitz vom Wellnessurlaub in der Lüneburger Heide mit Ehefrau Luzie.
Ganz viel mitreißendes, spanisch-südamerikanisches Temperament und »Latin Love« brachte das Männerballett »Funkmaschienche« auf die Bühne, Daniela Koppel und Kim Eileen Hartel machten als Lady Gaga und Rihanna ihre choreographische Aufwartung. Gesang und Musik zum Mitsingen und Schunkeln boten die KVH-Gesangsgruppen: »Lindens Harmonie«, Stefanie Bellof, Noell Bopf und Nadja Eimer, die als herzige »Dirndl« in hervorragenden mehrstimmigem Livegesang zum Beispiel mit Marianne Rosenbergs »Er gehört zu mir« begeisterten. Richtig Stimmung machten auch die Kapelle »Löwenzahn« mit ihren Stimmungsliedern und die »Pitjes«, die traditionell mit eigenem Bühnenbild auftreten und in diesem Jahr nach Las Vegas einluden Zum Finale verabschiedeten sich alle Akteure mit Stimmungsliedern und der KVH-Hymne »Grün und Weiß« vom dem begeisterten Narrenpublikum. Die zweite Fremdensitzung findet am kommenden Samstag, 11. Februar, in der Leihgesterner Volkshalle statt..

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Artikel vom 05.02.2012 - 18.56 Uhr
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