Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Übersicht »

Familienkonzert im Stadttheater widmet sich der »Die Zauberflöte«

Artikel vom 02.02.2010 - 18.29 Uhr

Familienkonzert im Stadttheater widmet sich der »Die Zauberflöte«

Beim ersten Schüler- und Familienkonzert des Stadttheaters gelang es, ein gewichtiges Werk der Opernliteratur auf anregende, leicht verständliche Weise zu verpacken: Wolfgang Amadeus Mozarts »Zauberflöte«.
Gemeinsamer Tanz (v. l.): Sarastro (Chi Kyung Kim), Papageno (Tomi Wendt), Papagena (Carla Maffioletti) und Tamino (August Schra
Lupe - Artikelbild vergrössern
Gemeinsamer Tanz (v. l.): Sarastro (Chi Kyung Kim), Papageno (Tomi Wendt), Papagena (Carla Maffioletti) und Tamino (August Schram). (Foto: Wegst)
Recht amüsant schon allein Bariton Tomi Wendt als Dichter und Theaterdirektor Emanuel Schikaneder, der durch das Singspiel führte: Mit herrlichem österreichischem Akzent und Kostüm aus der Mozart-Zeit verbreitete Wendt gekonnt Wiener Charme. Während der Ouvertüre kleidete sich Wendt zum Papageno um; Frau Knopfloch (Carla Maffioletti) half den in mehrere Rollen schlüpfenden Akteuren jeweils, sich zu verwandeln.

Voller Dramatik zu Beginn die Arie, in der Prinz Tamino, gespielt von Tenor August Schram, von einer riesigen Schlange verfolgt wird. Zum Glück kann Papageno Schlangen vertreiben, jedenfalls gibt er damit an. Zudem versteht er es, sich mit Vögeln zu unterhalten. Wendt verleiht Papageno in der Arie »Der Vogelfänger bin ich« gesanglich wie darstellerisch souverän burschikose Ausstrahlung. Tamino soll die Prinzessin Pamina befreien, die in das Reich des finsteren Sarastro verschleppt wurde. Bassist Chi Kyung Kim - er war für den erkrankten Stephan Bootz eingesprungen - sang die Arie des Sarastro mit ruhiger, in den tiefen Lagen dezent dosierter Stimme. Den Bösewicht Monostatos, der es auf Pamina abgesehen hat, zeigte Schram als stark von niederen Instinkten getriebenen Menschen.

Ein Donnerblech kündigte die nicht minder fiese Königin der Nacht an. Deren berühmte Rache-Arie sang Carla Maffioletti mit virtuosem, bis in schwindelerregende Höhen sauber intonierendem Sopran; das Orchester hob unter der routinierten Leitung von Herbert Gietzen die Spannung hervor.

Im Duett von Pamina und Tamino unterstrich Maffioletti gemeinsam mit Schram die harmonische Liebe zwischen dem Paar. Beim Happy End kommen Prinz und Prinzessin zusammen, und Papageno findet seine Papagena. Im Ganzen boten Orchester und Solisten die ausgewählten Arien und Duette ansprechend dar und gewannen der Geschichte humorvolle Leichtigkeit ab. Dies wurde geschickt verbunden mit der Vorstellung einiger für die Oper wichtiger Instrumente, neben dem Donnerblech die Posaune, Querflöte, Celesta und nicht zuletzt das Panflötchen. Die zahlreichen Besucher spendeten begeisterten Applaus. jou

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 02.02.2010 - 18.29 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang