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Falsche Spendensammler auf Parkplätzen unterwegs

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Artikel vom 15.01.2016 - 05.59 Uhr

Falsche Spendensammler auf Parkplätzen unterwegs

Wetzlar/Gießen (bmf). Mit einer bekannten Masche scheinen derzeit wieder Betrüger in Mittelhessen unterwegs zu sein. Am Mittwoch sprachen die augenscheinlich aus dem südosteuropäischen Raum stammenden Männer Kunden auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Dutenhofen an.

Sie gaben vor, Spenden für bedürftige Menschen zu sammeln. Ein weiteres Ziel der Gauner ist oftmals zudem der Bargeld-Diebstahl von potenziellen Spendern.

Mit einer Kladde und einer Liste ausgestattet, baten die Männer auf dem Parkplatz des Marktes in Dutenhofen um Spenden, berichtete die Polizei am Donnerstag. Angeblich sammeln sie für in Not geratene Menschen in Rumänien. Die Spendenlisten sind dabei professionell gestaltet. Um die Seriosität ihrer Sammlung zu unterstreichen, werden Nationalfahnen oder eingescannte Logos oder Siegel auf die Listen gedruckt, teilte die Polizei mit.

Sie sammeln für Kinder, für Hochwasseropfer oder für alte und/oder behinderte Menschen in Rumänien, geben die Gauner zunächst vor. Die Täter stammen dabei meist selbst aus Rumänien und treten in Kleingruppen von zwei bis drei Personen auf. »Sie sind straff organisiert und werden gezielt auf Parkplätzen, insbesondere in der Nähe von Parkscheinautomaten, eingesetzt«, erklärte Polizeisprecher Guido Rehr. »Den Gewinn streichen die Hintermänner der Sippen ein.«

Im Zusammenhang mit diesen Sammelaktionen kommt es immer wieder zu Trickdiebstählen. Das spendenwillige Opfer zückt sein Portemonnaie, öffnet es und sucht nach Bargeld. Jetzt verdecken die Täter mit der Kladde die Sicht auf den Geldbeutel und ziehen unbemerkt die Geldscheine heraus. Die Diebe verschwinden, bevor der Diebstahl auffällt.

Sammlungen für gemeinnützige Zwecke werden vom Ordnungsamt der zuständigen Gemeinde genehmigt, erklärt die Polizei in einer Presseerklärung. Seriöse Sammler zeigen die entsprechende Genehmigung unaufgefordert vor. Die Polizei rät, im Zweifel nicht zu spenden und stattdessen die Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung oder die Polizei zu informieren.

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