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Erzeuger kurz vor Ruin

Artikel vom 17.04.2009 - 19.55 Uhr

Erzeuger kurz vor Ruin

Vogelsbergkreis/Schlüchtern (au). »Wir sind heute hier, um unsere Bereitschaft zum gemeinsamen Dialog mit allen Milchmarktakteuren zum Ausdruck zu bringen. Wir als Betroffene haben schon längst Lösungsvorschläge unterbreitet«, das meinte Landwirtschaftsmeister Hans-Ulrich Schmidt vom BDM Vogelsberg vor der Immergut-Molkerei in Schlüchtern.
Landwirtschaftsmeister Hans-Ulrich Schmidt vom BDM Vogelsberg vor dem Werkstor der Immergut Molkerei Schlüchtern.	(Foto: au)
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Landwirtschaftsmeister Hans-Ulrich Schmidt vom BDM Vogelsberg vor dem Werkstor der Immergut Molkerei Schlüchtern. (Foto: au)
Über 100 Milcherzeuger und Betroffene, davon ein Großteil aus Vogelsberger Städten und Gemeinden, unterstützten mit Mahnfeuern, Fackeln und Plakaten seine an die Molkereiunternehmen gerichtete Bitte um Unterstützung bei der Einberufung eines Milchkrisengipfels mit Bundeskanzlerin Merkel. »Unterstützen Sie uns Milcherzeuger bei der Sicherung der deutschen und europäischen Milchwirtschaft. Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten«, so Schmidt. Er übergab je eine Resolution an Schlüchterns Bürgermeister Falko Fritsch, den SPD-Landtagsabgeordneten Heinz Lotz und Immergut-Werksleiter Dirk Denhard. Bürgermeister Fritsch forderte die Verbraucher auf, die Milchbauern zu unterstützen. Verständnis für die Sorgen der Milchviehbetriebe hatte SPD-Landtagsabgeordneter Heinz Lotz. In den Regionen Vogelsberg, Rhön und Spessart sei die Landwirtschaft nur auf der Basis von Milchviehbetrieben möglich und diese stünden durch die katastrophalen Milchpreise teilweise kurz vor dem Ruin. Immergut-Werksleiter Denhard selbst hatte Verständnis für die Milchviehbetriebe, er werde die Resolution weiterreichen. Zu Beginn der Kundgebung war mit einer Fahrt durch die Innenstadt von Schlüchtern mit Traktoren und Fahrzeugen von Landmaschinenhändlern, auch sie spüren die stark angespannte finanzielle Lage bei den Bauern durch einen starken Auftragsrückgang, auf die Situation der Milchviehbetriebe aufmerksam gemacht worden. Vor der Molkerei wurden zwei Mahnfeuer angezündet, die gegen 23 Uhr gelöscht wurden, um zu verdeutlichen, dass bei diesen niedrigen Milchpreisen bald bei vielen Milchviehbetrieben die Lichter ausgehen. Auch die unzähligen Fackeln der Kundgebungsteilnehmer wurden gelöscht.

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Artikel vom 17.04.2009 - 19.55 Uhr
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