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Ein Demokratieprojekt für über 3500 Jugendliche

Artikel vom 10.05.2010 - 10.00 Uhr

Ein Demokratieprojekt für über 3500 Jugendliche

Vogelsbergkreis (pm). Tausende Jugendliche im Vogelsbergkreis haben mit »Vielfalt tut gut« mehr über Demokratie erfahren.
»Wer sich aktiv mit den Vorzügen unserer demokratischen Ordnung auseinandersetzt, ernst genommen wird und auch Beteiligung üben kann - der ist weit weniger anfällig für extremistische, demokratie- und freiheitsfeindliche Einstellungen. Dies gilt insbesondere für Jugendliche.« Diese Auffassung vertritt Landrat Rudolf Marx (CDU) und freut sich über den überaus erfolgreichen Verlauf des Demokratieprojekts »Vielfalt tut gut«. An 90 Standorten in Deutschland gibt es solche Projekte, die vom Bundesjugendministerium ins Leben gerufen worden waren. 2008 und 2009 errang der Vogelsbergkreis bei der wissenschaftlichen Bewertung den ersten Rang. Stolze Bilanz: Das Projekt hat seit Ende 2007 über 3500 Jugendliche erreicht.

2007 wurde der Vogelsbergkreis als einer von 90 Projektträgern in das bundesweite Jugenddemokratieprogramm »Vielfalt tut gut« des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend aufgenommen. Zielsetzungen des Programms sind die Entwicklung, Stärkung und Verfestigung der demokratischen Haltungen und Orientierungen von Kindern und Jugendlichen und deren aktive Beteiligung an der Entwicklung des Gemeinwesens in der Region. Mit dieser Stärkung des demokratischen Bewusstseins will die Bundesregierung eine Immunisierung gegen extremistische Einstellungen und ein aktives Auftreten gegen extremistische Gruppierungen erreichen, erläutert Silvia Lucas, im Jugendamt mit der Betreuung des Projekts beauftragt.

Der Vogelsbergkreis wurde als einer von drei hessischen Projektträgern unter elf Bewerbern zur Aufnahme in das Bundesprogramm ausgewählt. Wesentliche Gründe für diese Entscheidung waren die im lokalen Aktionsplan des Vogelsbergkreises dargestellte langjährige Tradition einer demokratischen und auf Teilhabe angelegten Jugendarbeit. »Insbesondere die umfassenden Beteiligungsrechte, die dem Vogelsberger Kinder- und Jugendparlament seit seinem Bestehen 1992 eingeräumt werden, waren für das Bundesministerium ausschlaggebend«, hebt Landrat Marx hervor. In die Bewertung eingeflossen seien auch die zivilgesellschaftlichen Aktivitäten gegen das Auftreten rechtsextremistischer Gruppierungen in unserer Region.

Zur Umsetzung des Projektes wurde im Jahr 2007 beim Amt für Jugend-, Familie und Sport (Jugendförderung, Jugendbildungswerk) eine lokale Koordinierungsstelle Vielfalt eingerichtet. Gleichzeitig wurde ein Begleitausschuss und ein breites, von unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen getragenes Netzwerk für das Projekt installiert. Auch hier wird dem Beteiligungsanspruch Jugendlicher in hohem Maß Rechnung getragen, unterstreicht Silvia Lucas.

Von Oktober 2007 bis Ende 2009 wurden über »Vielfalt« in 52 Einzelprojekten der unterschiedlichsten Träger weit mehr als 3500 Kinder, Jugendliche und Multiplikatoren erreicht. Die Summe, die das Bundesministerium zur Durchführung dieser Projekte zur Verfügung stellte betrug 275 000 Euro. Für das laufende Förderjahr wurden erneut 110 000 Euro bewilligt.



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Artikel vom 10.05.2010 - 10.00 Uhr
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