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Auszeit vom Eltern-Alltag mit kreativem Angebot

Artikel vom 23.03.2010 - 14.00 Uhr

Auszeit vom Eltern-Alltag mit kreativem Angebot

Alsfeld (ml). Soziale Kontakte knüpfen und die Erziehungsfähigkeit der Eltern stärken sind zwei Ziele des Elterncafés FaBian (Familien-Bildung anders). Seit September 2009 bietet der Caritasverband Gießen, dem auch der Vogelsbergkreis angehört dieses Projekt, das sich in erster Linie an Familien in besonderen Lebenslagen richtet.
Eltern und Kinder kamen zum Elterncafé FaBian des Caritasverbands zusammen.	(Foto: ml)
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Eltern und Kinder kamen zum Elterncafé FaBian des Caritasverbands zusammen. (Foto: ml)
Neben einem gemeinsamen Frühstück bietet das Elterncafé auch viele kreative und informative Angebote über Erziehung, Ernährung und andere familienrelevante Themen. Christine Streich-Karas, Diplom-Sozialpädagogin und Mitarbeiterin der Caritas leitet dieses Projekt gemeinsam mit der Psychologin und Honorarkraft Anoradha Noell.

Dieses Projekt folge dem präventiven Ansatz, Eltern so früh wie möglich zu unterstützen und zu fördern, betonte Streich-Karas. Man wolle die Erziehungsfähigkeit und -freude der Eltern sensibilisieren und stärken. Man biete mit diesem Angebot eine »Auszeit vom Alltag mit Frühstück und kreativem und thematischem Angebot«. Bei jedem Treffen, das von Januar bis Juni jeweils alle 14 Tage im katholischen Pfarrzentrum der Pfarrgemeinde Christ-König in Alsfeld stattfindet, werden Referenten über verschiedene Themen informieren. Diese reiche von der Bedeutung der Märchen über Energiekosten im Haushalt bis hin zu kindgerechten Spielen.

Neben dem Elterncafé gehört zu diesem Projekt auch ein Koch-Treff, der an vier Dienstagen im März veranstaltet wurde. Dabei gehe es ebenfalls um Begegnung und Information. Gesundes, preiswertes Essen und praktische Tipps für die Zubereitung stehen dort im Mittelpunkt. Es gehe dabei nicht um das Kochen lernen, erklärte Streich-Karas. Das Elterncafé richte sich an Mütter und Väter sowie deren Kinder, die noch nicht im Kindergarten sind. Diese können auch mitgebracht werden, eine kostenlose Kinderbetreuung sei gewährleistet. Den Fokus richte man besonders auf die Familien, die sich in besonderen Lebensituationen befinden.

Eltern mit geringem Einkommen, Migrationshintergrund oder auch Alleinerziehende können dieses Elterncafé nutzen, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und über Probleme zu reden. Man wolle so auch die Hemmschwelle abbauen und Familien früh erreichen. Häufig wenden sich diese erst an die Caritas oder andere soziale Dienste, »wenn es bereits brennt«, so Streich-Karas. Das Elterncafé FaBian sei ein »Ort der Begegnung und Kommunikation«, bei dem die Kleinkinder auch erste Spielpartner finden können. Darüber hinaus könne sich auch zwischen den Eltern Kontakte und Freundschaften entwickeln, erklärte Streich-Karas. So werde auch der sozialen Isolation entgegengetreten. Daher sei dieses Angebot auch für neu zugezogene Familien und Alleinerziehende geeignet. Bisher seien es etwa 13 Erwachsene und neun Kinder, die mehr oder weniger regelmäßig an diesen Treffen teilnehmen.

Interessierte können auch jetzt noch dazukommen, Neulinge seien jederzeit willkommen, betonte Streich-Karas. Neben den Kurzvorträgen gebe es auch jahreszeitliches Basteln oder Sing- und Bewegungsspiele für die Kinder. Am Montag stand das Thema Ernährung im Mittelpunkt des Elterncafés. Astrid Neurath, Mitarbeiterin der Kinderbetreuung der Caritas informierte über die Wichtigkeit eines gesunden Frühstücks. Häufig enthalte das »typische Kinder-Frühstück« weder Nährwerte noch Ballaststoffe sondern sei einfach nur süß und fettreich. Anschaulich verdeutlichte sie wieviel Zucker in solchen »Kinder-Produkten« wie Fruchtzwerge, Cola oder Gummibärchen enthalten sei.

Ein klassisches Kinderfrühstück entspreche in etwa 72 Zuckerwürfeln, so Neurath. Durch zu süßes Frühstücken können Kinder ihre eigentliche Leistungsfähigkeit nicht erreichen. Ein vollwertiges, gesundes Frühstück steigere die Leistungsfähigkeit um mehr als 30 Prozent. Ebenso riet Neurath davon ab, auf die Werbung zu hören. Was dort als gesund deklariert werde, sei »ernährungsphysiologischer Mist«. Mit einem gemeinsamen Frühstück, einem Abschiedslied und festen Ritualen ließ man den Vormittag dann ausklingen.

Das nächste Treffen des Elterncafés findet am 12. April von 9.30 bis 11 Uhr statt. Dann geht es um das Thema Stress und Burnout-Syndrom.

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Artikel vom 23.03.2010 - 14.00 Uhr
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