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Am Uniklinikum in Marburg: Hilfe für depressive Patienten

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Artikel vom 18.08.2010 - 08.00 Uhr

Am Uniklinikum in Marburg: Hilfe für depressive Patienten

Marburg (pm). Eine Schwerpunktstation zur Behandlung von Depressionen hat die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) am Ortenberg eingerichtet; Leiter ist Oberarzt Dr. Konrad.
Auf dieser Station werden die diagnostischen und therapeutischen Empfehlungen der neuen Nationalen Versorgungsleitlinie Depression der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in die Praxis umgesetzt. Demnach haben Psychotherapie und medikamentöse Therapie einen gleich hohen Stellenwert in der Depressionsbehandlung, bei schweren Depressionen sollten beide Verfahren kombiniert werden.

Depression ist eine häufige psychische Erkrankung, die zu einem enorm hohen Leidensdruck führt. Mit einer Auftretenshäufigkeit von 15 bis 20 Prozent im Laufe des Lebens ist die Depression die am häufigsten auftretende affektive Störung - jeder fünfte bis sechste Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens an einer Depression.

Vor der Behandlung führen Dr. Konrad und sein Team auf der neu eingerichteten Station eine gründliche Diagnostik durch, um Ursachen der Depression zu finden und eine spezifische und langfristig ausgerichtete Therapie planen zu können. Wichtigstes Behandlungsziel ist es, die aktuelle depressive Episode zu behandeln und eine vollständige Gesundung des Patienten zu erreichen. An die Remission schließt sich die Erhaltungstherapie für mehrere Monate und an diese die weitere Rückfallprophylaxe an, die je nach Schweregrad und Häufigkeit der vorangegangenen Depressionen in ihrer Dauer variieren kann. In psychoedukativen Gruppen wird den depressiven Patienten Wissen über diese schwer verstehbare psychische Erkrankung vermittelt. So erfahren sie unter anderem, wie die Depression sich über negative Gedanken und sozialen Rückzug selbst verstärkt (Depressionsspirale) und mit welchen Mitteln sie selbst dagegen anarbeiten können. Ferner werden Gruppen und wöchentlich zwei Einzelgespräche in spezifischen Psychotherapieverfahren angeboten. Mit Hilfe einer fachgerechten Therapie ist eine vollständige Heilung der Erkrankung und eine deutliche Senkung des Rückfallrisikos möglich.

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Artikel vom 18.08.2010 - 08.00 Uhr
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