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Viele Tote in Homs - UN prüfen Beobachtermission

Artikel vom 09.02.2012 - 17.08 Uhr

Viele Tote in Homs - UN prüfen Beobachtermission

New York/Damaskus/Moskau (dpa) - In der syrischen Protesthochburg Homs bahnt sich nach sechstägigem Dauerbeschuss eine humanitäre Katastrophe an.
Ban Ki Moon
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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, hier Mitte Januar, droht dem Regime in Damaskus Konsequenzen an. Foto: Nabil Mounzer
© dpa
Der Nachrichtensender Al-Arabija meldete unter Berufung auf Regimegegner, landesweit seien am Donnerstag mindestens 126 Menschen von den Regierungstruppen getötet worden, davon allein 107 in Homs. Aktivisten baten um Hilfe durch das Internationale Rote Kreuz und den Roten Halbmond.

Homs ist umzingelt. Armeeposten kontrollieren alle Zugangsstraßen, seit zehn Tagen konnten keine Lebensmittel mehr in die Stadt geliefert werden - Essen und Medikamente werden knapp. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gehen auch die Heizölvorräte zur Neige. In ganz Homs gibt es nach Angaben von Aktivisten nur noch drei Ärzte, einer wurde durch Granatenbeschuss verletzt.

Nach fast elf Monaten der Gewalt mit Tausenden Toten prüfen die Vereinten Nationen die Entsendung einer Beobachtermission nach Syrien. «Wir erwägen eine gemeinsame Mission mit der Arabischen Liga», sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nach einer Tagung des Sicherheitsrates in New York. Zudem könnte ein UN-Sondergesandter in das arabische Land geschickt werden, in dem seit März 2011 schon etwa 6000 Menschen ums Leben gekommen sein sollen.

Die US-Regierung bekräftigte, dass sie zusammen mit ihren internationalen Partnern eine politische Lösung im Syrien-Konflikt anstrebt. Das sei der richtige Weg, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney. Er kündigte für die kommenden Tage weitere, sehr aktive Gespräche mit Freunden und Verbündeten über die nächsten Schritte an. Ziel bleibe ein friedlicher politischer Übergang in Syrien.

Ban äußerte sich im Sicherheitsrat nach Angaben von Teilnehmern ungewohnt deutlich über die jüngste Blockade der Syrien-Resolution durch Russland und China. Er sei zutiefst enttäuscht über die Abstimmung, damit sei das Regime von Präsident Baschar al-Assad in Syrien zu neuer Gewalt ermuntert worden. «So viele sind getötet worden. Wie viele müssen noch sterben, bevor es eine politische Lösung gibt», sagte der Koreaner nach der Sitzung.



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Artikel vom 09.02.2012 - 17.08 Uhr
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