Teheran (dpa) - Der Iran hat nach Medienberichten mit der umstrittenen Urananreicherung auf eigenem Territorium begonnen. Das berichtete der arabische Kanal Al-Alam des iranischen Staatsfernsehens am Dienstag. Eine Bestätigung der iranischen Atomenergieorganisation lag zunächst nicht vor.
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad besucht die Urananreicherungsanlage in Natan. (Archivfoto)
Am Montag hatte die Regierung in Teheran in einem Schreiben an die Internationale Atomenergiebehörde in Wien (IAEA) angekündigt, den nuklearen Brennstoff für einen medizinischen Forschungsreaktor in Teheran selbst herstellen zu wollen. Dazu werde Uran in der zentraliranischen Anlage Natans auf 20 Prozent angereichert. Zugleich kündigte die Führung des islamischen Landes an, binnen einen Jahres zehn weitere Anlagen zur Urananreicherung zu errichten.
Die internationale Gemeinschaft reagierte besorgt. Sie fordert, die Urananreicherung unter internationaler Kontrolle in Frankreich und Russland vorzunehmen. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie an Nuklearwaffen zu arbeiten.
Die USA und Frankreich forderten neue Sanktionen. Beide Länder seien der Ansicht, dass die internationale Gemeinschaft keine andere Wahl habe, als im Weltsicherheitsrat an neuen Maßnahmen zu arbeiten, sagte der französische Verteidigungsminister Hervé Morin am Montag nach einem Gespräch mit seinem amerikanischen Amtskollegen Robert Gates in Paris. «Der einzige Weg, der uns bleibt, (...) ist der des Drucks», bekräftigte Gates.
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