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Staatsanwaltschaft prüft Wulffs Sylt-Urlaub

Artikel vom 08.02.2012 - 19.53 Uhr

Staatsanwaltschaft prüft Wulffs Sylt-Urlaub

Berlin (dpa) - Bundespräsident Christian Wulff gerät wegen seiner Urlaube als niedersächsischer Ministerpräsident erneut in die Schlagzeilen.
Bundespräsident Wulff
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Neuer Wirbel um den Bundespräsidenten Christian Wulff. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv
© dpa
Wie die «Bild»-Zeitung am Mittwoch berichtete, hat der Filmunternehmer David Groenewold für Wulff und dessen spätere Frau Bettina im Herbst 2007 einen viertägigen Hotelaufenthalt auf Sylt gebucht und zunächst bezahlt. Zur gleichen Zeit hielt sich auch Groenewold im «Hotel Stadt Hamburg» auf.

Wulffs Anwalt Gernot Lehr sagte der «Bild», Groenewold habe die Kosten von 258 Euro pro Nacht lediglich bei der Buchung verauslagt. Wulff habe die Kosten für die drei Nächte später in voller Höhe selbst bezahlt. Die Staatsanwaltschaft Hannover prüft den Fall.

Anwälte Groenewolds wiesen die «Bild»-Darstellung zurück, wonach der Unternehmer im Verdacht stehe, er habe im Januar 2012 versucht, die Angelegenheit zu vertuschen. Anwalt Christian-Oliver Moser sagte der Nachrichtenagentur dpa: «Es gab nicht mal ansatzweise den Versuch meines Mandanten, etwas zu vertuschen.»

Die Staatsanwaltschaft Hannover erklärte, man habe bereits Mitte Januar aus den Medien von diesem Fall erfahren. Neu seien Informationen über angeblich in Sylt abgeholte Unterlagen: «Das fließt jetzt alles in die Prüfung ein», sagte Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Lendeckel der Nachrichtenagentur dpa. Wann diese Prüfung abgeschlossen sein werde, stehe nicht fest.

«Bild» hatte berichtet, Groenewold habe in dem Hotel angerufen und die Angestellten zu Stillschweigen über den Vorgang verpflichtet. Sein Anwalt Moser erklärte, sein Mandant habe im Vorfeld das Hotel darum gebeten, gegenüber der Presse Diskretion zu wahren. Groenewold habe aber zu keinem Zeitpunkt darum gebeten, die Unterlagen zum Hotelaufenthalt «zu vernichten, zu manipulieren oder ähnliches».

Das Sylter Hotel bestätigte, dass Groenewold vor rund drei Wochen dort gewesen sei und um die Kopie einer Rechnung vom Aufenthalt im Jahr 2007 gebeten habe. Er habe sie auch erhalten, sagte Direktor Bernd Knochenhauer der dpa.



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