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Runder Tisch will zügig konkrete Ergebnisse

Artikel vom 23.04.2010 - 17.18 Uhr

Runder Tisch will zügig konkrete Ergebnisse

Berlin (dpa) - Der von der Bundesregierung eingesetzte Runde Tisch gegen sexuellen Kindesmissbrauch will zügig zu konkreten Ergebnissen kommen. Die Unterarbeitsgruppen sollen im Mai mit ihrer Arbeit beginnen - Ende des Jahres soll ein Zwischenergebnis vorliegen.
Runder Tisch zu Kindesmissbrauch
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Leiten den Runden Tisch: Bildungsministerin Schavan (l), Familienministerin Schröder (beide CDU) und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP, r)
© dpa
Das erklärten die Ministerinnen Kristina Schröder (CDU, Familie), Annette Schavan (CDU, Bildung) und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP, Justiz), nach der konstituierenden Sitzung am Freitag.

Das Thema Entschädigung für die Opfer wird nach Einschätzung von Leutheusser-Schnarrenberger besonders schwierig werden. Konfliktstoff dürfte auch das Thema Leitlinien sein - etwa für die katholische Kirche - um eine frühe Aufklärung zu gewährleisten. «Da wird es bestimmt spannende Auseinandersetzungen geben und unterschiedliche Interessen», sagte sie. Die erste Sitzung sei aber ermutigend gewesen. Die rund 60 Teilnehmer aus Politik, Kirche und Verbänden wollen über Hilfen für die Opfer beraten und Konzepte zur Vorbeugung entwickeln. Geleitet wird der Runde Tisch von den drei Ministerinnen.

Familienministerin Schröder sagte, es würden Selbstverpflichtungen für Institutionen diskutiert, in denen eine besondere Nähe zwischen Erwachsenen und Kindern bestehe. Zum Beispiel könne dort sexueller Missbrauch bereits in Bewerbungsgesprächen thematisiert werden, um potenzielle Täter abzuschrecken. Staatliche Förderungen könnten dann an diese Selbstverpflichtungen gebunden sein.

Neben den bereits bekannten zwei Arbeitsgruppen mit den Themen Prävention und juristische Konsequenzen wird eine dritte Untergruppe des Runden Tisches eingerichtet. Sie beschäftigt sich mit dem Thema Forschung und Lehre. Ministerin Schavan erklärte, es solle untersucht werden, ob das Thema sexueller Missbrauch in der Ausbildung von Medizinern und Lehrern stärker verankert werden müsse.

Die Bundesregierung hatte den Runden Tisch als Reaktion auf die vielen bekanntgewordenen Missbrauchsfälle in kirchlichen und anderen Einrichtungen beschlossen. Zudem setzte die Bundesregierung die frühere Familienministerin Christine Bergmann (SPD) als unabhängige Missbrauchsbeauftragte ein. Nach Gesprächen mit Opfern soll sie Empfehlungen für den Runden Tisch erarbeiten.



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Artikel vom 23.04.2010 - 17.18 Uhr
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