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Lawrow unterstützt Assad bei Treffen in Syrien

Artikel vom 07.02.2012 - 15.33 Uhr

Lawrow unterstützt Assad bei Treffen in Syrien

Damaskus/Moskau (dpa) - Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat bei einem Besuch in Syrien Verständnis für das Vorgehen von Präsident Baschar al-Assad im Konflikt mit der Opposition geäußert.
Sergej Lawrow
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Der russische Außenminister Sergej Lawrow. Foto: Maurizio Gambarini/Archivbild
© dpa
Bei dem Treffen am Dienstag habe Assad seine Bereitschaft zur Beendigung der Gewalt im Land bekräftigt, meldeten russische Agenturen aus Damaskus. Die syrischen Streitkräfte setzten ihre schweren Angriffe auf Wohnviertel in der Stadt Homs fort. Die Opposition berichtete auch am Dienstag wieder von mehr als 30 Toten.

Italien, Frankreich, Spanien, Großbritannien und Dänemark riefen nach Angaben aus Diplomatenkreisen ihre Botschafter aus Damaskus zurück. Die deutsche Botschaft arbeitet schon seit einiger Zeit nur noch mit Minimalbesetzung. Die US-Regierung hatte ihre Botschaft am Montag auf unbestimmte Zeit geschlossen und alle US-Bürger zur Ausreise aufgefordert.

«Jeder Führer in jedem Land sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein», sagte Lawrow während eines Treffens mit Assad. «Sie sind sich Ihrer (Verantwortung) bewusst», ergänzte Lawrow nach Angaben der Agentur Interfax. Moskau bekräftigt damit seine international umstrittene Haltung im Syrien-Konflikt. Die UN-Vetomächte Russland und China waren nach ihrer Blockade einer westlichen Resolution gegen Syrien im Weltsicherheitsrat am Wochenende international in die Kritik geraten.

Syrien ist nach russischen Angaben bereit, eine neue Mission der Arabischen Liga mit deutlich mehr Beobachtern in das Land zu lassen. Das sagte Lawrow nach dem Treffen mit Assad. Außerdem wolle Assad weiterhin ein Referendum über eine neue Verfassung zulassen. Ende Januar hatte die Arabische Liga den Einsatz ihrer Beobachter wegen der Eskalation der Gewalt bis auf weiteres gestoppt. Die Beobachtermission könne zu einer ernsthaften Stabilisierung der Lage führen, meinte Lawrow.

Zudem will Russland seine separaten Gespräche mit Vertretern der syrischen Opposition fortsetzen und sei zur Zusammenarbeit mit den Beobachtern der Arabischen Liga bereit. «Es ist klar, dass die Anstrengungen zur Beendigung der Gewalt von einem Dialog mit allen politischen Kräften begleitet werden sollen», sagte Lawrow. Aus Kreisen der syrischen Exil-Opposition hieß es dagegen, «Russland ist leider inzwischen Teil des Problems und kann daher nicht mehr Teil einer Lösung sein.»

Der Chef der russischen Auslandsspionage, Michail Fradkow, begleitete Lawrow. Die russische Delegation wurde auf der Fahrt vom Flughafen zu Assads Residenz von jubelnden Menschen mit russischen Fähnchen am Straßenrand begrüßt.



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Artikel vom 07.02.2012 - 15.33 Uhr
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