Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Politik »

Gesetz zu religiöser Beschneidung in Sicht

Artikel vom 21.08.2012 - 15.58 Uhr

Gesetz zu religiöser Beschneidung in Sicht

Berlin (dpa) - Nach dem Kölner Urteil zur Strafbarkeit religiös motivierter Beschneidungen rückt eine gesetzliche Neureglung näher.
Beschneidung
Lupe - Artikelbild vergrössern
Chirurgische Instrumente für eine Beschneidungszeremonie: Das Bundesjustizministerium plant an einem Gesetzentwurf für religiöse Beschneidungen. Foto: Bea Kallos / Archiv
© dpa
Das Bundesjustizministerium will bald einen Gesetzentwurf vorlegen: Man arbeite mit Hochdruck an einer Regelung, so ein Sprecher in Berlin. Details wollte er nicht nennen.

Der israelische Oberrabbiner Yona Metzger, der derzeit verschiedene Gespräche in Deutschland führt, betonte die Möglichkeit einer medizinischen Fortbildung für jüdische Beschneider. Zugleich sprach sich Metzger gegen Betäubungen vor einer Beschneidung aus - und dagegen, die Aufgabe generell Ärzten zu geben.

Metzger warnte bereits in der Jüdischen Gemeinde Berlin vor den Folgen eines Verbots der Beschneidung. Verhindert werden müsse, dass jemand, der seine religiöse Pflicht erfüllen wolle, ins Ausland gehen müsse, sagte er nach einem Bericht der «Jüdischen Allgemeinen». Metzger begrüße zugleich, wie in Deutschland darüber diskutiert werde. Die hier tätigen Beschneider - Mohel - sollten nach medizinischer Schulung ärztlicherseits und von einer rabbinischen Institution eine Lizenz erhalten. Das Landgericht Köln hatte die religiös motivierte Beschneidungen eines Jungen für strafbar erklärt.

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 21.08.2012 - 15.58 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang