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Deutscher Film auf Erfolgskurs

Artikel vom 07.02.2010 - 16.54 Uhr

Deutscher Film auf Erfolgskurs

Berlin (dpa) - Die Berlinale belegt nach Ansicht von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) den Erfolgskurs des Filmstandortes Deutschland.
Berlinale
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Der Countdown läuft: Die 60. Berlinale findet vom 11.02. bis 21.02. statt.
© dpa
«Mit jeweils mehr als einer Viertel Million verkauften Karten ist die Berlinale das größte Zuschauerfestival weltweit. Kein anderes Filmfest bringt so viele Menschen in die Kinos», sagte Neumann in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa zum 60. Geburtstag der Berlinale (11. bis 21. Februar). Der deutsche Film ist bei dem internationalen Festival erneut sehr stark vertreten. Von den rund 400 gezeigten Arbeiten stammen knapp 90 aus Deutschland.

Besonders wichtig ist nach Einschätzung Neumanns, dass auch im Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären zwei deutsche Filme und fünf weitere Filme mit deutscher Beteiligung an den Start gehen. «Vor zehn, fünfzehn Jahren fand der Wettbewerb oft ohne deutsche Beteiligung statt», sagt der CDU-Politiker. «Die Tatsache, dass wir in den letzten Jahren regelmäßig dabei waren und auch Preise gewonnen haben, zeigt, dass der deutsche Film auf der Erfolgsspur ist.» Bester Beleg dafür ist seinen Worten zufolge auch der Rekordanteil von 27 Prozent, den heimische Produktionen im vergangenen Jahr in den deutschen Kinos erzielen konnten. «Das Erfreuliche ist, dass es sich hier nicht um einen Zufallstreffer handelt», sagt Neumann.

«Wir hatten in den vergangenen drei, vier Jahren eine sehr stabile Entwicklung. Jetzt sollte das Ziel die 30-Prozent-Marke sein. Immerhin machen unsere Nachbarn in Frankreich uns vor, dass auch 40 Prozent einheimischer Produktionen möglich sind - dort allerdings mit einem Quotensystem, das wir so nicht wollen.»

Positiv bewertet der Minister auch den Trend, dass immer mehr internationale Produktionen in Deutschland entstehen. Jüngste Beispiele waren «Inglourious Basterds» von Quentin Tarantino, «Der Vorleser» von Stephen Daldry und zuletzt «Ein russischer Sommer» von Michael Hoffman. «Das zeigt, dass der Deutsche Filmförderfonds wirkt», sagt Neumann. Vor 2007 seien etwa in Babelsberg, dem größten Filmstudio Europas, kaum internationale Filme entstanden. Mit den jährlich 60 Millionen Euro aus dem Förderfonds sei es gelungen, die Attraktivität des Filmstandorts Deutschland nachhaltig zu erhöhen. Inzwischen hätten sich die Babelsberger Studios zu einer gefragten Adresse für internationale Filmproduktionen entwickelt. 

«Das ist für uns eine sehr wichtige Symbiose», so der Minister. «Denn damit lasten wir nicht nur die Studios aus, sorgen für Investitionen und sichern Arbeitsplätze im technischen Bereich. Auch für die Schauspieler gibt es neue Möglichkeiten: Je mehr internationale Filme mit deutschen Darstellern bei uns entstehen, umso mehr steigen für diese auch die Erfolgschancen auf der internationalen Bühne - und sie machen dann mit ihrem so gewonnenen Renommee wiederum deutsche Filme erfolgreicher und attraktiver.»



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Artikel vom 07.02.2010 - 16.54 Uhr
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