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Pat Metheny mit seinem Orchestrion in der Alten Oper

Artikel vom 11.03.2010 - 19.23 Uhr

Pat Metheny mit seinem Orchestrion in der Alten Oper

Später, direkt vor der Zugabe, bemüht er sich ausdrücklich, die Genese eines Stücks deutlich zu machen. Und tatsächlich kann man erkennen, wie die Musik den Weg von Methenys Fingern auf der Gitarre in die Saiten des Klaviers oder die Schlägel des Vibraphons findet. Doch die orchestr(ion)ale Begleitung ist natürlich nur durch den Einsatz moderner digitaler Hilfsmittel möglich. Per Knopfdruck und mithilfe eines Gerätes der Firma Moog hinter einer Monitorbox kann Metheny ganze Musikabfolgen sowie Loops (Endlosschleifen von gerade selbst aufgenommenen Sounds) starten und einbinden. In jedem Fall ist aber das akustische Produkt ein rein mechanisch erzeugter Klang.

Ob Metheny mit dieser Art Musik zu machen zum Visionär wird oder zum Nostalgiker, der sich einen Kindheitstraum erfüllt, sei dahingestellt. Nach über 35 Jahren im Geschäft und angesichts der vielen Formationen, in denen Metheny gearbeitet hat, braucht er sowieso niemandem mehr irgendetwas zu beweisen und hat sich dieses von manchen als Egotrip bezeichnete Projekt redlich verdient. Vor allem aber kann er nach wie vor einen zweieinhalbstündigen Abend perfekt gestalten: abwechslungsreich, sympathisch und nicht eine Sekunde langweilig. Und die Monochorde gerieten so stark in Bewegung, dass es aussah, als würden sie tanzen. Axel Cordes



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Artikel vom 11.03.2010 - 19.23 Uhr
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