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Keime im Trinkwasser - auch Espa ist betroffen

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Artikel vom 19.03.2009 - 17.21 Uhr

Keime im Trinkwasser - auch Espa ist betroffen

Friedberg/Langgöns (dpa). Wegen einer Verunreinigung mit Kolibakterien sollen Bewohner mehrerer Wetterau-Orte ihr Trinkwasser abkochen.
Die Keime seien am Mittwoch bei Routinekontrollen festgestellt worden, teilten der Wetteraukreis und die Oberhessische Versorgungsbetriebe AG am Donnerstag in Friedberg gemeinsam mit.

Betroffen seien etwa 50 000 Bewohner in der Friedberger Kernstadt, in fast allen Stadtteilen Butzbachs, in Ober-Mörlen, Rockenberg, in den Bad Nauheimer Stadtteilen Wisselsheim, Steinfurth und Am Taubenbaum und im Ortsteil Espa der Gemeinde Langgöns. Die Ursache für die Verunreinigung ist noch unklar.

Die Fäkalbakterien können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall hervorrufen. Bis auf weiteres sollen Bewohner der betroffenen Gebiete, die vom Hochbehälter Oppershofen versorgt werden, Leitungswasser mindestens drei Minuten lang abkochen, wenn sie damit Speisen und Getränke zubereiten wollen, empfiehlt das Gesundheitsamt des Wetteraukreises. Das gelte sowohl für Tee- und Kaffeewasser, als auch für Wasser, mit dem Salat oder Gemüse gewaschen und Babyfläschchen sterilisiert werden. Unbedenklich seien Waschen, Duschen und Zähneputzen mit dem Wasser. Kleinere Kinder, die im Zähneputzen noch nicht fit sind, sollten vorsorglich abgekochtes Wasser benutzen.

»Auch wenn die Wahrscheinlichkeit relativ gering ist, kann eine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung nicht ausgeschlossen werden«, sagte Gesundheitsdezernent Ottmar Lich laut Mitteilung. Eine Entwarnung kann es den Angaben nach erst in einigen Tagen geben: Dafür müssen an drei aufeinanderfolgenden Tagen keine Keime mehr in dem Trinkwasser nachgewiesen werden.



Das Service-Telefon des Wetteraukreises ist unter den Nummern 06031 / 83-2235, -2237, -2238, - 2240 und -2253 zu erreichen.

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Artikel vom 19.03.2009 - 17.21 Uhr
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Leserkommentare
(22.03.2009 09:34)
wilfriedsoddemann
Fäkalien im Trinkwasser
Oft sind Fäkalien im Trinkwasser. Das Bayerische Landesamt warnt: Fäkalkeime in bis zu 33% der Proben. Immer sind auch Legionellen im Trinkwasser. Anderswo in Deutschland ist das nicht anders. Das UBA berichtet über häufigere Nachweise von Coliformen. Prof. Exner, Chef der Trinkwasserkommission von Ulla Schmidt, hat oft Enterobacter cloacae im Trinkwasser aus Talsperren nachgewiesen. Das Veterinäruntersuchungsamt Krefeld hat in Trinkwasser in 20% der Proben Rotaviren gefunden. Das Liefern von Trinkwasser mit Krankheitserregern steht unter Strafe! Wasserwerke mit der üblichen veralteten Technik können Schadstoffe und Krankheitserreger nicht gut genug filtern oder abtöten. Trinkwasser enthält oft Bakterien, Parasiten und Viren. Deshalb muss Trinkwasser mit der Ultrafiltration für einen halben Euro je Person und Monat aufbereitet werden.
http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
soddemann-aachen@t-online.de
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