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Zoll stoppte abermals illegalen Mülltransport

Artikel vom 25.01.2010 - 18.36 Uhr

Zoll stoppte abermals illegalen Mülltransport

Gießen/Limburg (pm). Beamte einer Kontrolleinheit des Hauptzollamtes Gießen haben auf der Autobahn 3 bei Limburg erneut einen illegalen Abfalltransport nach Afrika gestoppt und die Ladung sichergestellt.
Mit Schrott bis unters Dach beladen war dieser Kleintransporter.	(Foto: Zoll)
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Mit Schrott bis unters Dach beladen war dieser Kleintransporter. (Foto: Zoll)
Wie erst vor rund zwei Wochen »fischten« die Zöllner einen Lkw aus dem Verkehr, der mit drei Gebrauchtfahrzeugen beladen auf dem Weg nach Antwerpen war.

Bei zwei geladenen Fahrzeugen – beides Kleintransporter – waren die Türen zugenietet und die Fensterscheiben zugeklebt. Bei dem dritten Fahrzeug handelte es sich um ein ausrangiertes Müllfahrzeug. Die Fahrzeuge sollten im Auftrag eines Versenders aus dem Rhein-Main-Gebiet nach Lagos in Nigeria verschifft werden.

»Ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen gibt, wissen wir noch nicht. Wir gehen aber davon aus, dass mit solchen Transporten vermehrt versucht wird, die Abfallverbringungsverbote zu umgehen«, berichtete Michael Bender vom Hauptzollamt Gießen.

Erst mit Unterstützung der freiwilligen Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) aus Wetzlar gelang es den Zollbeamten die Innenräume der Altautos zu inspizieren. Dabei musste das THW schweres Gerät einsetzen um die tonnenschwere Heckklappe des Müllwagens zu öffnen. Man hatte offensichtlich die Elektrik und die Hydraulik des Fahrzeuges außer Kraft gesetzt, um ein Öffnen zu verhindern.

Der Grund dafür offenbarte sich den Zollbeamten als sie dann in das Innere des Müllautos schauen konnten. Das war mit alten Kühl- und Gefriergeräten sowie einigen Monitoren vollgestopft. Die Begutachtung durch Fachleute des für Abfallvermeidung zuständigen Regierungspräsidiums Gießen ergab, dass alle Kühlgeräte FCKW-haltige Kompressoren enthielten und ihre Ausfuhr daher verboten ist.



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