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Yu Mo Hung Urbach stellt in Wetzlar aus

Artikel vom 18.02.2010 - 21.00 Uhr

Yu Mo Hung Urbach stellt in Wetzlar aus

Wetzlar. - Die aktuelle Ausstellung des Kulturamts Wetzlar ist der chinesischen Malerin Yu Mo Hung Umbach (Jahrgang 1947) gewidmet.
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In Hongkong geboren und ausgebildet, arbeitete sie dort als Sozialwissenschaftlerin, machte parallel eine Ausbildung in chinesischer Malerei. 1976 heiratete sie den Deutschen Dr. Rolf Umbach und lebte acht Jahre mit ihm in Äthiopien und Namibia. Dann ließ sich das Paar in Deutschland nieder, zunächst in Wiesbaden, seit 1989 in Weilrod-Altweilnau. Dort etablierte sich Yu Mo Hung Umbach als Künstlerin, wurde unter anderem Mitglied der Frankfurter Ortsgruppe des Bundesverbands Bildender Künstler (BBK). 2002 war sie bereits in Mittelhessen zu erleben, bei der Landeskunstausstellung »Hessiale« in Gießen, wo sie den Publikumspreis erhielt. 2003 bekam sie den ersten »Buchfinken-Kunstpreis« der Stadt Usingen. Mit ihren Ausstellungen war sie weltweit unterwegs.

Der Traditionsabbruch hat innere Zerissenheit zur Folge, weckt aber auch neue Kräfte. Sie beschäftigt sich mit der taoistischen Philosophie und versucht sie malerisch umzusetzen. Ihre Kalligraphien sind für uns schöne Schriftzeichen, haben aber durchaus ihren Inhalt, der nachzulesen ist. Das Finden der »vollendeten Form«, in der sich die Lebensenergie Chi ausdruckt, kann nur in abstrakten Formen erfolgen. Sie malt mit Tusche, Mineralfarben und Wachs auf Reispapier, was ihren großformatigen Bildern eine gewisse Materialität verleiht und häufig an textile Strukturen erinnert. Man fühlt sich an mikroskopische Ansichten erinnert oder an kristallines Zersplittern. Titel wie »Tönendes Blau« und »Widerhall« beziehen einen weiteren Wahrnehmungssinn mit ein, den des Hörens.

Yu Mo Hung Umbach möchte in ihrer Kunst Altes und Neues, Östliches und Westliches verbinden. Die Ausstellung im Stadthaus am Dom wird am heutigen Freitag um 18 Uhr eröffnet; einführende Worte spricht Gabriele Reber (Usingen). Die Ausstellung ist bis zum 21. Määrz zu sehen (Mo. 13.30-18, Di.-Fr. 9-13.30 & 14-18, Sa. 10-13 & 14-15.30, So. 10-13 Uhr) Dagamar Klein

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