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Wetzlarer Bahnhof soll Schmuckstück werden

Artikel vom 10.02.2010 - 23.50 Uhr

Wetzlarer Bahnhof soll Schmuckstück werden

Wetzlar (hp). Der Hessentag 2012 macht’s möglich: Die Stadt Wetzlar wird in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und der Deutschen Bahn für rund 21 Millionen Euro den Bahnhofsbereich neu und vor allem barrierefrei gestalten.
So soll der neue Busbahnhof in Wetzlar nach einem Entwurf des Planungsbüros »Stadt-Land+Bahn« aussehen
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So soll der neue Busbahnhof in Wetzlar nach einem Entwurf des Planungsbüros »Stadt-Land+Bahn« aussehen
Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP), Baustadtrat Achim Beck (CDU), Roland Meuschke (DB Station und Service AG), RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat sowie Andreas Roll (Geschäftsführer des Planungsbüros Stadt-Land+Bahn) stellten am Mittwoch die Planungen vor, die bereits von der Jahresmitte 2010 an realisiert werden sollen.

Bis zum Landesfest in zwei Jahren soll das ehrgeizige Bauvorhaben längst abgeschlossen sein. »Das Thema Bahnhof verfolgt Wetzlar seit nahezu 20 Jahren. Es war bis dato ein mühsames Unterfangen, in das jedoch durch den Hessentag endlich Bewegung kommt«, zeigte sich der Oberbürgermeister erfreut.

»Die Neustrukturierung der Bahn im Jahre 2000 warf Gott sei Dank alle bis dahin vorhandenen Umbaupläne über den Haufen, so dass wir jetzt eine äußerst attraktive Lösung präsentieren können«, ergänzte Stadtbaurat Beck. Als Aufgabe des Landes Hessen, das bis zu 8 Millionen Euro zuschießt, vorgegeben waren kurze Wege in der Dienstleistung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Auf die Stadt Wetzlar kommen rund 5 Millionen zu.

Markant sind die drei Treppentürme zur Hermannsteiner Straße hin
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Markant sind die drei Treppentürme zur Hermannsteiner Straße hin
»Geplant ist die Erneuerung sämtlicher Bahnsteige und deren Anhebung auf die für Regionalzüge passende Höhe von 55 Zentimetern«, so Meuschke. Alle Bahnsteige erhalten neue Dächer, eine neue Ausstattung. Schon in diesem Jahr soll eine neue Fahrgastinformationsanlage installiert werden. Auch die Unterführung soll freundlicher gestaltet, bis zum Park & Ride-Parkplatz an der Nordseite verlängert und vor allem mit Rampen und Aufzügen versehen werden. Die Bahn investiert dafür etwa 9,6 Millionen Euro. »Die 2007 gestartete Qualitätsoffensive des RMV setzt nicht auf die pure Einhaltung des Fahrplans - wir wollen mit Pünktlichkeit, Information, Sauberkeit und Sicherheit für bequeme Mobilität unserer Kunden sorgen,« sagte Ringat. »Wir haben ein klar strukturiertes Bahnhofsumfeld geplant, das kurze Wege für Bahn- und Busbenutzer, Fußgänger und Radfahrer sowie PKW-Fahrer bringt«, erläuterte Roll. In der ersten Baustufe wird der neue Busbahnhof geschaffen, der sich an der Stelle des heutigen Kiosk und Park & Ride-Parkplatz befinden wird, also direkt am Bahnhof, längs der Gleise. Er wird mit vier Bussteigen Platz für zwölf Busse bieten, die unabhängig voneinander an- und abfahren können. Zusätzlich gibt es separate Taxi- sowei »Kiss & Ride«-Vorfahrten. Direkt im Anschluss folgt ein Kreisverkehr - das Kernstück der Verkehrserschließung. Der angrenzende Willy-Brandt-Platz wird eine urbane Gestaltung mit Geh- und Aufenthaltsbereichen erhalten. Markantes Merkmal für den Bahnhofsbereich werden die drei Treppentürme zur Bahnüberführung (Hermannsteiner Straße) sein. Sie erhalten ein geschwungenes Dach, das vom Boden aus nach oben geht und dort von den beiden geradlinigen Halterungen durchstoßen wird, die am Ende beleuchtet sind. Zuletzt wird die Park- & Ride-Anlage an der Nordseite gebaut, die 176 Fahrzeugen Platz bietet. Alle Zugänge sind großzügig gestaltet und gut beleuchtet. Übereinstimmendes Fazit: »Aus einem tristen Schandfleck wird mit diesen Baumaßnahmen eine zukunftsweisende, funktionale und zentrale Mobilitätseinheit, die Komfort und Sicherheit für alle Nutzer bietet.« (Repro-Fotos: hp)

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Artikel vom 10.02.2010 - 23.50 Uhr
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