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Über 1000 Exponate lagern noch in Kisten

Artikel vom 07.02.2012 - 10.09 Uhr

Über 1000 Exponate lagern noch in Kisten

Frankfurt (mal/ach). Hoher Besuch hatte sich angesagt zur Einweihung des neuen Fastnachtsmuseums neben dem Eingang zur Titus-Therme im Nordwestzentrum: Prinzessin Ingrid II. und Prinz Marcus I. sowie Kinderprinzessin Dana I. waren zugegen sowie der Präsident des Großen Rates, Klaus Fischer.

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Durchschneiden das Eintrittsband zum Fastnachtsmuseum (v.l.): Prinz Marcus I., Prinzessin Ingrid II., Klaus Fischer, der Präsident des Großen Rates, und Saalbau-Chef Dr. Andreas Eichstätt.
In Vitrinen sind 250 Exponate aus der Geschichte der »fünften Jahreszeit« zu sehen.

Saalbau-Chef Dr. Andreas Eichstädt eröffnete den Reigen der Redner und sprach davon, wie alles 1991 im Saalbau Sindlingen angefangen hatte. Ab 2001 zog das kleine Museum in die Stadthalle nach Bergen-Enkheim um. Es fristete dort aber eher ein etwas stiefmütterliches und unauffälliges Dasein. Das soll sich nun ändern. Auch Präsident Fischer freut sich, wie er in einer kurzen Ansprache betonte, dass das Museum nun im Nordwestzentrum untergekommen ist – dieses liegt in der Gemarkung der Faschings-Hochbur »Klaa Paris«. Er überreichte Museumsleiter Werner Schmidt alte »Regie- und Drehbüscher« der Sendung »Hessen lacht zur Fassenacht«, die der Hessische Rundfunk jährlich aufzeichnet.

Schmidt zeigt in seiner Fastnachtssammlung derzeit 250 Exponate nicht nur aus Frankfurt, sondern aus ganz Deutschland. Uniformen und Kostüme sind ebenso ausgestellt wie Kappen und Zepter sowie närrische Orden aller Art. Zudem können Besucher Eintrittskarten und Fastnachtszeitungen bestaunen. Ältestes Stück des Museums ist eine Vereinsfahne des Bornheimer »Carnvalverein Pierrette 1898« .

Der 86-jährige Museumsleiter sagte, die Idee, ein Fastnachtsmuseum zu eröffnen sei aufgrund der damaligen großen Nachfrage nach Kostümen geboren worden.

Besucher erfahren in der Ausstellung, dass die Prinzenkostüme heute in der Regel etwas enger geschnitten sind als beispielsweise noch in den 1950er-Jahren. Allerdings seien heutzutage die Ärmel an der Prinzenuniform stärker gepufft als damals. Und die Prinzessinnen bevorzugten heutzutage leichtere Stoffe. Die Kleiden würden aber wieder aufwändiger verziert. Der begeisterte Fastnachter Schmidt kann nur etwa 250 Exponate zeigen, verfügt aber über etwa 1000 weitere Dinge rund um das »Kulturgut Fastnacht« (Präsident Fischer), die er zeigen könnte. Und so plant er, die Vitrinen alle drei bis sechs Monate neu zu bestücken, damit die Schätze nach und nach bewundert werden können. Außerdem sammelt er eifrig weiter.



Die Fastnachts-Ausstellung ist montags bis samstags von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

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Artikel vom 07.02.2012 - 10.09 Uhr
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