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»Tiergarten Weilburg« als Wintermärchen

Artikel vom 02.02.2010 - 23.50 Uhr

»Tiergarten Weilburg« als Wintermärchen

Weilburg (ik). Wer sich in diesen Wintertagen über teils schneebedeckte Fahrbahnen bis in den Weilburger Stadtteil Hirschhausen »kämpft«, wird reich belohnt: Mit Eindrücken wie aus einem Wintermärchen - und in den Hauptrollen dominieren Vierbeiner der besonderen Art.
In der Publikumsgunst ganz oben steht im »Tiergarten Weilburg« das hellwache Rudel europäischer Grauwölfe.	(Fotos: ik)
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In der Publikumsgunst ganz oben steht im »Tiergarten Weilburg« das hellwache Rudel europäischer Grauwölfe. (Fotos: ik)
In der Tat gilt ein Besuch im rundum familientauglichen Wildpark »Tiergarten Weilburg« zu dieser Jahreszeit als eine Art Geheimtipp. Kaum jemand scheint zu wissen, dass der unter Obhut von Hessen-Forst stehende und vom Forstamt Weilburg betriebene Park auch im Winter täglich geöffnet ist (jew. von 9 Uhr an bis Einbruch der Dunkelheit / Achtung: evtl. Schneebruchgefahr; siehe unten).

Die zu trutzigen Baumgestalten herangewachsenen Eichen erscheinen unter der Last üppiger Schneemassen geradezu wie Fabelwesen - und dann sind da auch noch die tierischen Bewohner, die man während der »Eiszeit« nun zwar etwas länger suchen muss (weil sie ihre Aktivitäten momentan auf »Sparflamme« reduziert haben), die aber vor allem bei mit Fotoapparaten ausgestatteten Besuchern hoch im Kurs stehen.

Über’s Jahr gesehen kann man sich über mangelndes Besucher-Interesse wahrlich nicht beschweren: Im vergangenen Jahr explodierten die Besucherzahlen förmlich: rund 100 000 (eintrittspflichtige) Tierfreunde wurden im Park gezählt - das sind 37 Prozent mehr als 2008.

Einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung haben unter anderem Olaf, Kataa, Boris, Alea, Kolja, Torok und Milla - die europäischen Grauwölfe sind eine wahre Pracht, erfreuen die Besucher auch in diesen Tagen immer wieder mit ausgelassenem Spiel.

Und dann sind da natürlich Tim und Steve: Die Herren Braunbären sind die neueste Errungenschaft der Weilburger. Hessen-Forst hat für die »Meister Petz« eine moderne, weitläufige Anlage eingerichtet - die heute zwei Jahre alten Tiere, die einst als mutterlose Bärenkinder in der Tatra aufgegrifen und dann in einem Zoo aufgezogen worden sind, haben jetzt Auslauf auf mehr als´ 11 000 Quadratmetern! 20 Tierarten gibt es im Wildpark zu sehen: urweltlich anmutende Wisente und Auerochsen sind darunter, urwüchsige Wildpferde (Przewalskipferde), stattliche Rothirsche und - man staune - drei Elche. Zudem kann man hier auch geheimnisvolle Raubtiere wie Luchs und Wildkatze erleben oder den lebhaften Fischottern bei ihrem Spiel zusehen (besondere Freude bereitet den Ottern »Plisch« und »Plum« das Schlittern über Eis und Schnee). Auch Liebhaber von Tarpan, Mufflon, Schwarzwild, Skudden, Kanadagans, Höckerschwan, Rot- und Sikawild kommen auf ihre Kosten - wie gesagt: man muss vielleicht nur etwas länger schauen. Bei den Wildschweinen hat sich übrigens vor wenigen Tagen Nachwuchs eingestellt. Selbst wenn bei dem gegenwärtigen Schnee-»Segen« eventuell nicht alle Gehege angelaufen werden können, so lässt sich doch ein Großteil des rund sechs Kilometer langen Rundweges durch den Park mit entsprechendem Schuhwerk gut bewältigen.



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Artikel vom 02.02.2010 - 23.50 Uhr
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