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Polizei stoppte Jungferntour eines fahrenden Bierkastens

Artikel vom 25.02.2010 - 19.13 Uhr

Polizei stoppte Jungferntour eines fahrenden Bierkastens

Dautphetal (pm). Die Jungfernfahrt für sein Unikat hatte sich ein 24-jähriger Modellbau-Mechaniker aus dem Hinterland vermutlich etwas anders vorgestellt. Schon auf dem Weg zum ersten Test stoppte ihn die Polizei in Dautphetal auf seinem selbstgebauten, motorbetriebenen Bierkasten.
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Weder der Kasten noch der Fahrer hatten das drin, was die Aufschrift der Getränkebox verheißt - das Bier stand vermutlich für nach der Jungfernfahrt bereit.

»Also alles in allem eine ‘Seifenkiste’ der besonderen Art und (fast) alles richtig gemacht, nur leider war das durch einen eingebauten Mofa-Motor etwa 25 km/h ‘schnelle’ Gefährt nicht versichert, hatte kein Kennzeichen und keine Betriebserlaubnis,« heißt es im Bericht von Polizei-Pressesprecher Martin Ahlich. Der Vollständigkeit halber sei vermerkt, dass der »Bierkutscher« durchaus über eine Fahrerlaubnis verfügt.

Des »Bierkutschers« Ziel waren ausgiebige Tests auf einem nahe gelegenen Privatgelände. Ohne groß darüber nachzudenken und in freudiger Erwartung hatte sich der Konstrukteur auf sein selbst konzipiertes »Go-Kart« geschwungen und war losgeknattert. Verarbeitet hatte der Mann unter anderem Vierkantrohre, runde Rohre, einen Zweitaktmofamotor mit Gangautomatik, Kettcarreifen, Fahrradscheibenbremsen, einen Fahrradlenker und selbstverständlich einen Bierkasten. »Alle Angaben des Herstellers in punkto Geschwindigkeit, Sicherheit und Fahrtstrecke klangen sehr glaubhaft,« so Ahlich. Bremsen, Elektrik, Motor - alles funktionierte, das Equipment bestand die polizeiliche Überprüfung. Indes: Versicherung, Versicherungskennzeichen und Zulassung fehlten. Der Baumeister versprach, sein Fun-Go-Kart demnächst ausschließlich auf Privatgelände zu benutzen und das Fahrzeug auf dem - wenn auch sehr kurzen Weg - dorthin entweder zu schieben oder huckepack auf einem Anhänger zu transportieren.

Ahlichs Schlussbemerkung zielt in Richtung »Herz der Natur«: »Ob der Konstrukteur sein Unikat der Brauerei des benutzen Bierkastens offeriert, ist nicht bekannt!« (Fotos: Polizei)

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Artikel vom 25.02.2010 - 19.13 Uhr
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