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Plädoyer für Wirtschafts- und Gesellschaftsgruppe Handwerk

Artikel vom 15.09.2008 - 17.30 Uhr

Plädoyer für Wirtschafts- und Gesellschaftsgruppe Handwerk

Wiesbaden/Gießen (pm). Zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Politiker, Repräsentanten regionaler Wirtschaftsunternehmen und Mitglieder der Handwerksorganisation machten kürzlich auch den vierten und damit mittlerweile traditionellen Jahresempfang der Handwerkskammer Wiesbaden zu einer erfolgreichen Veranstaltung.
Jahresempfang der Handwerkskammer mit dem Gießener Regierungspräsident Wilfried Schmied (l.), Kammerpräsident Robert Werner (r.)
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Jahresempfang der Handwerkskammer mit dem Gießener Regierungspräsident Wilfried Schmied (l.), Kammerpräsident Robert Werner (r.), Hauptgeschäftsführer Harald Brandes (2.v.r.) und dem Leiter der Geschäftsstelle Mittelhessen in Wetzlar, Kammergeschäftsführer Dr. Martin Pott.
Hatte Kammerpräsident Robert Werner beim letzen Jahresempfang seine Begrüßungsansprache unter das Motto »Handwerk ist Mobilität und Dienstleistung« gestellt, thematisierte er diesmal die »Wirtschafts-und Gesellschaftsgruppe Handwerk«. Qualitatives Merkmal des Handwerks sei die zentrale Stellung der Person im betrieblichen und wirtschaftlichen Geschehen, die auf Kundennähe und räumliche Dezentralisierung der Anbieter sowie dem bevorzugten Hervorbringen differenzierter Erzeugnisse und Leistungen abgestellt sei. Werner: »Die Philosophie kann nicht heißen, schnell reich zu werden, sondern mit Freude am eigenen Beruf eine qualitativ hochwertige Tätigkeit aufzunehmen, die ein selbstbestimmtes Wirken für den eigenen, wie für den fremden Nachwuchs mit Vorbildcharakter eine wirtschaftliche Stabilität zu erzeugt.« Werner sprach auch das besondere Verhältnis zu den Mitarbeitern im Handwerk an. In einer kleinen Wirtschaftseinheit wie einem Handwerksbetrieb, müsse sich jeder auf jeden verlassen können. Gerade in Handwerksbetrieben finde ein hohes Maß an Sozialisierung statt. »Bei Schwierigkeiten im persönlichen Bereich der Lehrlinge, folgt eben nicht gleich die Entlassung, sondern meist intensive Vieraugengespräche, die dann auch meist das Ausbildungsziel garantieren«, so Werner.

Hessens Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel würdigte das Gewicht des Handwerks und bezeichnete es als ein »Stück Kultur« in Deutschland. »Handwerksbetriebe sind der wirkliche Motor der wirtschaftlichen Entwicklung«, meinte Rhiel, der auch die Innovationsfähigkeit des Handwerks lobte. Das Handwerk sei zudem mit dafür verantwortlich, dass die Arbeitslosigkeit in Hessen erstmals auf deutlich unter 200.000 gesunken sei. »Graue Wolken« sah Rhiel beim dem Thema wirtschaftliche Betätigung der Kommunen aufziehen, wenn die Hessische Gemeindeordnung geändert werden würde. Es sei die feste Überzeugung der hessischen Landesregierung, dass überall dort, wo private Anbieter etwas genauso gut oder besser machen könnten, die Kommunen sich zurückhalten müssten. (Foto: pm)

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