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NPD-Gegner gedachten der Opfer des Faschismus

Artikel vom 08.11.2009 - 22.50 Uhr

NPD-Gegner gedachten der Opfer des Faschismus

Friedberg (har). Mit dem Geläut der Stadtkirchenglocken begann um 9 Uhr die Reihe der Aktivitäten des Wetterauer Bündnisses gegen Rechts.
Im Gotteshaus war kein Platz mehr frei, als Dekan Jörg-Michael Schlösser die Besucher begrüßte. Seine Rede wurde nach draußen übertragen, wo mehrere hundert Demonstranten ausharrten. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt wurden über 1500 Teilnehmer gezählt. In einer »Gedenkminute des Schweigens« wurde allen Opfern des Faschismus gedacht.

»Wir verteidigen heute die Freiheit, deshalb kann dies auch keine Gegendemonstration sein«, erklärte Bürgermeister Michael Keller. Höhepunkt der 90-minütigen Auftaktveranstaltung war die Rede des 86 Jahre alten Dr. György Denes, einem der letzten Überlebenden des Konzentrationslagers Bergen-Belsen. Denes sagte, gemeinsam werde man es schaffen, den »Nazis von der NPD Paroli zu bieten, denn das sind wir auch meinen vielen toten Kameraden in Bergen-Belsen und anderen Konzentrationslagern schuldig«.

Landrat Joachim Arnold unterstrich, dass es für Faschismus und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz in der Wetterau gebe. Ein »Geh-denken« führte zum Platz der Deutschen Einheit. Immer wieder stoppte der Zug, und Hans-Helmut Hoos sprach beispielsweise über die Reichspogromnacht.

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Artikel vom 08.11.2009 - 22.50 Uhr
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