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"Lord of the Dance" begeisterte erneut in Wetzlar

Artikel vom 12.03.2010 - 17.38 Uhr

"Lord of the Dance" begeisterte erneut in Wetzlar

Wetzlar (chl). Am 11. März 2005 fand mit einem Gastspiel der Irish-Dance-Show »Lord of the Dance« die erste und zugleich ausverkaufte Veranstaltung in der damals neu eröffneten Wetzlarer Mittelhessen-Arena (heute Rittal-Arena) statt. Auf den Tag genau fünf Jahre später kehrte die Show zum Jubiläum der Halle am vergangenen Donnerstag wieder zurück, zum bereits sechsten Mal. Und wieder: ausverkauft!
»Lord of the Dance« begeisterte erneut in Wetzlar.	(Foto: chl)
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»Lord of the Dance« begeisterte erneut in Wetzlar. (Foto: chl)
Die Faszination an irischem Stepptanz scheint in Wetzlar ungebrochen zu sein. Rund 3200 Zuschauer erfreuten sich an dem von Michael Flatley kreierten und 1996 erstmals in Dublin aufgeführten klackernden Spektakel. Während die noch junge Arena in eine Zukunft mit noch vielen weiteren Höhepunkten blicken darf, sagt »Lord of the Dance« mit seiner aktuellen Abschiedstournee Adieu von den europäischen Bühnen.

Doch zuvor ließ sich das Publikum gut zwei Stunden lang von den rund 40 jungen Tänzerinnen und Tänzern aus Irland, England und Schottland von deren tänzerisch dargebotenen irischen Legende, die vom klassischen Kampf zwischen Gut und Böse erzählt, begeistern.

Vor allem die überwältigen Formationen wussten mit ihrer Präzision und Wucht zu beeindrucken. Aber auch bei den oft sinnlichen oder temperamentvollen Soloauftritten - ob von dem bezaubernden blonden »guten« Mädchen Saiorse (Laura Jones) oder dem elfengleichen Gesang der Göttin Erin (Deirdre Shannons) - schlugen die Herzen aller Irlandfans höher. Im Mittelpunkt des mystisches Spektakels aus Stepptanz, folkloristischer und peppiger Musik (Ronan Hardiman) und Licht- und Pyroeffekten stand aber die Auseinandersetzung zwischen dem »Lord of the Dance« (Niall Holly) und dem maskierten Dark Lord Don Dorcha (Brendan Mc Carron). Alles folgte dem roten Faden: Don Dorcha, der Lord der Finsternis, und seine dunklen »Warriors« sehnen sich nach Macht. Nur der »Lord of the Dance« mit seinen ebenso wackeren »Warlords« kann dagegenhalten, um den eigenen Clan zu beschützen. Denn das friedvolle Treiben der elfengleichen Mädchen und der schönen Saoirse, die schwungvolle Violinenmusik (Giada Costenaro/Mark Hennessey) und das Flötenspiel vom »Little Spirit« (Katie Pomfret) scheinen in Gefahr. Und so wechselten sich schwungvolle Tänze mit aggressiven und martialischen Militärgestampfe ab. Ganz unblutig kamen die feurig klappernden und sich gegenseitig einen Schlagabtausch leistenden Steppsohlen als »Waffen« zum Einsatz.

Auch wenn das Publikum nach 45 Minuten abrupt in die Pause geschickt wurde, waren die Leute im zweiten Teil schnell von den imposanten Steppformationen und vom Anblick der hübschen Kostüme ergriffen, um auf das große Finale hin zu fiebern - dem Duell zwischen Lord und Don Dorcha. Nach der Siegesfeier und einer Zugaberunde mit allen Tänzern bekundete das Publikum sein Gefallen mit Beifall und Fußgetrampel.

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Artikel vom 12.03.2010 - 17.38 Uhr
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