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Lebenslänglich für Flughafen-Attentäter Arid Uka

Artikel vom 10.02.2012 - 14.14 Uhr

Lebenslänglich für Flughafen-Attentäter Arid Uka

Frankfurt (dpa). Der islamistisch motivierte Todesschütze vom Frankfurter Flughafen ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht (OLG) in Frankfurt sprach Arid Uka am Freitag des zweifachen Mordes und dreifachen Mordversuchs an US-Soldaten für schuldig.

Uka-Flughafen-Attentäter
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Der Attentäter Uka im Verlauf der Verhandlung in einem Frankfurter Gerichtssaal.
© dpa
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Uka zwei US-Soldaten mit Kopfschüssen getötet und zwei andere schwer verletzt hat. Als er auf einen fünften Soldaten zielte, versagte seine Pistole. Der Staatsschutzsenat stellte außerdem die besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Haftentlassung bereits nach 15 Jahren praktisch ausschließt. Die Richter folgten damit dem Antrag der Bundesanwaltschaft.

Der 22 Jahre alte Uka nahm den Urteilsspruch mit verschränkten Armen und äußerlich regungslos auf. Ihm droht nach der Haft die Abschiebung ins Kosovo, weil er nicht die deutsche Staatsbürgerschaft hat.

Die US-Soldaten waren in Frankfurt gelandet. Vor dem Terminal wartete ein Bus, um sie zur Luftwaffenbasis Ramstein in Rheinland-Pfalz zu bringen. Von dort aus sollte es weiter zum Einsatz in Afghanistan gehen. Der Täter wartete, bis die unbewaffneten Soldaten in den Bus eingestiegen waren und schoss dann in dem engen Gang auf sie. Die Tat glich einer Hinrichtung.

Die Anklage hatte sich überzeugt gezeigt, dass Uka mit der Tat seinen persönlichen Beitrag zum Dschihad (Heiligen Krieg) leisten wollte. Er habe sich zum «Herrn über Leben und Tod gemacht» und seine Opfer willkürlich ausgesucht. Die Bundesanwaltschaft ging auch davon aus, dass Uka ein Einzeltäter war, der sich über das Internet radikalisiert hat. Uka selbst hatte vor Gericht gestanden. «Ich musste etwas tun und habe geglaubt, dass es keine Alternativen dazu gibt», versuchte er seine Tat zu erklären.

Das Attentat vom 2. März 2011 gilt als der erste islamistische Anschlag in Deutschland, der nicht verhindert werden konnte.

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Artikel vom 10.02.2012 - 14.14 Uhr
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Leserkommentare
(13.02.2012 10:10)
HT-Info
So ist das halt im Krieg
Soll man sich doch nicht wundern, wenn man Angriffskriege führt, dass es dann und wann auch Angriffe gegen die eigenen Soldaten gibt. Glaubt denn irgendjemand, das es die gleiche Aufregung gegeben hätte, wenn ein US-Scharfschütze zwei afgahnische/irakische Soldaten auf dem Weg nach Hause erschossen hätte?
Unabhängig davon bin ich aber froh, dass die deutschen Behörden die Genfer Konventionen beachten und den Attentäter nicht als "illegal Combatant" eingeordnet haben, sondern als Zivilist, der nach normaler Gesetgebung zu bestrafen ist. Ein legaler Kombatant war der Attentäter sicherlich auch nicht, sondern "nur" ein Mörder. Die Strafe ist so vollkommen gerechtfertigt.
(11.02.2012 04:05)
bla
Komisch
Der Mann kriegt lebenslänglich und wird nach Absitzen der Haft ins Kosovo abgeschoben. Das dürfte im nach der lebenslangen Haft ziemlich egal sein.
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