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»Lage auf dem Ausbildungsmarkt entspannt sich«

Artikel vom 20.05.2008 - 19.21 Uhr

»Lage auf dem Ausbildungsmarkt entspannt sich«

Marburg (ort). Mehr als 9000 Ausbildungsplätze konnten die Industrie- und Handelskammer Kassel sowie die Handwerkskammer Kassel im letzten Jahr verbuchen. Das gab IHK-Präsident Dr. Martin Viessmann am Dienstag beim Frühjahrsempfang der beiden Handelskammern und der Landesregierung in Marburg bekannt.
(Foto: ort)
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(Foto: ort)
Die Kammern kamen im Landgrafenschloss mit Ministerpräsident Roland Koch und Mitgliedern seines Kabinetts zum Gespräch zusammen.

Koch betonte, dass die Schere zwischen den Ausbildungsplatzsuchenden und dem Ausbildungsangebot nicht mehr so weit auseinanderklaffe wie noch Jahre zuvor. Dieser Erfolg sei auch dem wirtschaftlichen Aufschwung zu verdanken, so der Ministerpräsident weiter. »Wir können die Ausbildungssituation nun etwas entspannter betrachten«, sagte Koch. Allerdings wolle man sich auf diesen Lorbeeren nicht ausruhen, sondern weiter in präventive Maßnahmen - besonders an den Hauptschulen - investieren. Es bringe keinen Mehrwert in »Reparaturarbeiten« innerhalb des Bildungssystems zu investieren. Das Problem müsse gelöst werden, bevor die Jungendlichen ihren Schulabschluss machten, so der Ministerpräsident. Es sei von Bedeutung, dass die jungen Schulabgänger so viele praktische Erfahrungen während ihrer Schulzeit sammeln könnten wie möglich. »Vorbeugen ist besser als heilen«, fügte IHK-Präsident Dr. Martin Viessmann den Worten Kochs hinzu. Jugendliche müssten bereits in der Schule konkret - etwa durch Praktika - auf die spätere Ausbildung vorbereitet werden.

Wirtschaft und Politik müssten auch in Zukunft eng zusammenarbeiten, um beispielsweise dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Darüber waren sich die Vertreter der Landesregierung und der Kammerpräsident Viessmann einig. HWK-Präsident Gerhard Repp forderte zusätzlich eine Verbesserung der Kooperation aller Bildungsbereiche. Auch ein ortsnahes Berufsschulsystem sowie die Anerkennung des Meistertitels mit dem internationalen Zusatz »Bachelor Professional« sei überfällig, so Repp.

Die Stärkung der heimischen Wirtschaft sei Vorraussetzung zur Verbesserung der Ausbildungssituation. Besonders dem Tourismusfaktor komme eine wichtige Rolle zu, sagte Verkehrsminister Dr. Alois Rhiel, und: »Wir bemerken auf diesem Sektor ein exorbitantes Wachstum«. Dies müsse auch zur Standortstärkung genutzt werden. Nur so könne man auch in Zukunft auf ein wirtschaftsstarkes Hessen blicken.

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