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Junges Sinfonie-Orchester gab seinen Solisten eine Bühne

Artikel vom 19.12.2011 - 09.06 Uhr

Junges Sinfonie-Orchester gab seinen Solisten eine Bühne

Wetzlar (wv). Rund 200 Besucher verfolgten am Samstag in der Aula der Musikschule das Weihnachtskonzert des Jungen Sinfonie-Orchesters. Auf dem Programm standen Kompositionen aus der Klassik sowie zeitgenössische Werke, die von den Interpreten mit viel Spielfreude intoniert wurden.

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Blick ins Junge Sinfonie-Orchester Wetzlar, das am Samstag in der Musikschule sein traditionelles Weihnachtskonzert gab. (Foto: wv)
Großes Lob galt Oliver Blüthgen, dem Dirigenten der über 60 Musiker.

Eine schöne Tradition ist es, dass bei diesem Konzert Musiker aus dem Orchester die seltene Gelegenheit haben, sich als Solisten zu präsentieren. Eine Chance, die mit Irmelin Podszus und Katharina Strecker (Violonchelli), Tom Freischläger (Oboe) und Marie Kshevinsky gleich vier glänzend disponierte Akteure nutzen. Hierzu gesellte sich mit Joel Blido ein junger Musiker aus Würzburg: Der 13-jährige Cellist hatte beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« in seiner Altersklasse den ersten Platz belegt. Sein Solokonzert gehörte zu den Höhepunkten des Abends.

Beim schwungvollen Konzert für zwei Violoncelli in g-Moll von Antonio Vivaldi zeigten sich die Streicher ebenso souverän wie die Holzbläsergruppen. Das engagierte Zusammenspiel bereitete für Irmelin Podszus und Katharina Strecker den Klangteppich. Sie spielten eine malerisch schöne Solopartie.

Ein Genuss auch das barocke Oboenkonzert in d-Moll von Alessandro Marcellomit Tom Freischläger. Mit seinem transparenten Spiel, das nie zu üppig oder zu dünn geriet, formulierte der Solist jede Note aus, ohne die beschwingten Elemente zu vernachlässigen.

Marie Kshevinsky hatte die Aufgabe, die Romanze in G-Dur für Violine von Jon. S. Svendsen zu interpretieren. Der herrlich warme Ton ihres Instrumentes übernahm die Stimmführung und schwieg, wenn die übrigen Streicher das Thema weiterführten. Eine feine Leistung, die von den Zuhörern mit Beifall belohnt wurde.

Heiter und beschwingt agierte das Kontrabassquartett mit dem »Pink Elephant« des zeitgenössischen Komponisten Tony Osborne. Auch die beschwingten Melodien aus »Doktor Schiwago« zu interpretieren, bereitete den Musikern sichtbar Freude. Aber auch den Besuchern hat’s gefallen. Anschließend dann Camille Saint-Saëns’ Cellokonzert Nr.1 in a-Moll mit Joel Blido als Solist. Die Zuhörer waren derart begeistert, dass sie stürmischen Szenenapplaus spendeten.

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Artikel vom 19.12.2011 - 09.06 Uhr
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