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Hansi-Hinterseer-Jubeltournee

Artikel vom 28.02.2010 - 22.00 Uhr

Hansi-Hinterseer-Jubeltournee

Wetzlar (lad). »Bevor wir nach Hause gehen, machen wir schon noch ein bisschen Gymnastik!« Der Aufforderung von Schlagersänger Hansi Hinterseer sind im Endspurt seines Konzertes am Samstagabend in der Rittal-Arena seine rund 2400 Fans ohne Murren nachgekommen.
Lieder von Liebe und Tirol... Hansi Hinterseer am Samstag in der Rittal-Arena	 (Foto: lad)
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Lieder von Liebe und Tirol... Hansi Hinterseer am Samstag in der Rittal-Arena (Foto: lad)
Wetzlar (lad). »Bevor wir nach Hause gehen, machen wir schon noch ein bisschen Gymnastik!« Der Aufforderung von Schlagersänger Hansi Hinterseer sind im Endspurt seines Konzertes am Samstagabend in der Rittal-Arena seine rund 2400 Fans ohne Murren nachgekommen. Beim Mitmachlied »Hände zum Himmel (Hände zur Hölle)« war der Höhepunkt der Agilität im Saal erreicht, der zuvor mit dem neuen Partynummer »Viva Tirol« eingeläutet wurde. Denn dies war zugleich der Aufruf an seine vor allem weiblichen Fans zwischen 5 und 80 Jahren, um vor der Bühne mitzufeiern und den Frauenschwarm von Angesicht zu Angesicht anzuhimmeln. Grund zum Feiern gab es auch: Mit seiner aktuellen Jubiläumstournee und seinem neuen Album »Komm mit mir« im Gepäck erinnerte der mittlerweile 56-jährige Kitzbühler an seinen musikalischen Karrierestart vor gut 15 Jahren.

Zuvor gab es im zweiten Teil des rund dreistündigen Programms eine eher dahindümpelnde Durststrecke. In dieser schmachte der blonde Sunnyboy ausschließlich romantische Schlagermusik. Das fing mit seinem Debüthit »Du hast mich heut' noch nicht geküsst« an und ging unter anderem mit Liedern wie »La Dolce Vita und Amore«, »Und wenn der Morgen kommt« oder dem neuen »Ich möcht so gern« weiter. Unterstützt von der befreundeten Kapelle »Tiroler Echo« und den beiden Sängerinnen Pia Holy und Brigitte Recher badete der Strahlemann nicht nur in einem Meer aus träumerischen Blicken seiner Zuhörer, sondern auch in einer aufwendigen und effektvoll animierten Kulisse aus LED-Leinwänden. Diese entführte nach Paris mit Eiffelturm und Moulin Rouge beim Lied »Ich lieb dich immer und immer mehr«, ließ Herzen fliegen und versetzte das Publikum vor allem in eine Tiroler Bergkulisse, von der Hansi im ersten Part des Konzertes so viel schwärmte.

Schließlich hatte der Sänger zum Auftakt nicht nur einen romantischen, sondern auch lustigen und beschwingten Abend versprochen. Und so stand dieser zunächst unter dem Zeichen des zünftigen volkstümlichen Schlagers. Untermalt von beschwingter Musik, Bildern blühender Almwiesen, schneebedeckter Berge und rauschender Gebirgsbächen stimmte Hinterseer das zum Schunkeln animierende »Tiroler Berge«, »Männer aus den Bergen« oder »Komm nach Tirol, Senorita« an.

Zwischendurch blieb Zeit für charmante Moderationen, frivole Witze und zahlreiche Dankeschöns für die vielen Geschenke (sogar selbst gestrickte Socken!) und Blumen, die Fans unentwegt zur Bühne brachten. Da war es ebenfalls Zeit, dass der Star selbst nahen Kontakt zum Publikum sucht. Und so streifte er - vor all zu aufdringlichen Fans von einem »Bodyguard« beschützt - gleich zweimal singend durch den Saal, winkt, schüttelt Hände und lässt sich bereitwillig fotografieren. Einen gewissen Hang zum Personenkult legt Hansi schon an den Tag. Immer wieder wird den Fans in Videofilmen weisgemacht, noch bessere Fans und noch näher an Hansis Seite zu sein, wenn sie der Werbebotschaft folgen, an dem alljährlichen Hansi-Hinterseer-Open-Air samt Fan-Wanderung in Kitzbühel oder an einer Fan-Reise (zuletzt nach Tunesien) teilzunehmen.

Und ebenfalls macht Hinterseer auf seine erste Karriere als erfolgreicher Weltklasse-Skirennfahrer in den 70er und 80er Jahren mit Videofilmchen aufmerksam. Da bleibt irgendwie der Beigeschmack haften, Hinterseer möchte auf dieses sein Alleinstellungsmerkmal stets hinweisen, um nicht mit seiner Musik im austauschbaren Schlagereinerlei unterzugehen. Doch es sind eben die einfach gestrickten, schnell nachsingbaren Melodien und Harmonien, die all die Botschaften von Liebe, Sehnsüchten, Heimat und Gefühlen auf einem kleinsten Nenner transportieren, bei dem das Publikum gewillt ist, ohne über Umwege um Ecken und Kanten, mitzuträumen und von Alltagssorgen abzuschalten.

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Artikel vom 28.02.2010 - 22.00 Uhr
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