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Förderkreis will für den Naturschutz begeistern

Artikel vom 31.01.2012 - 08.46 Uhr

Förderkreis will für den Naturschutz begeistern

Wetzlar (ür). Großes Lob für die Arbeit des Vereins »Förderkreis Naturschutz Zentrum Hessen« gab es bei der Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen. Der Leiter der Abteilung Forsten und Naturschutz im hessischen Umweltministerium, Carsten Wilke, sagte, beim Thema Naturschutz sei es normal, dass man in Streit gerate.

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Vorstands- und Ehrenmitglieder des Förderkreises (von links): Armin Ringsdorf, Friedrich Wilhelm Georg, Elfriede Geier, Gerhard Bökel, Hans Karpenstein und Dr. Manfred Schmidt. (Foto: ür)
Der Förderkreis habe als gutes Beispiel gezeigt, wie es auch anders gehen kann. Der Verein habe erfolgreich unterschiedliche Kräfte gebündelt, um Interessen zusammenzuführen. Seit 1987 sammelt der Förderkreis Privatpersonen und Wirtschaftsunternehmen, um sie für den Naturschutz zu begeistern. Zu den Sponsoren gehören die Sparkasse Wetzlar, die Volksbank Mittelhessen, die Kelterei Heil (Laubus-Eschbach) sowie die Licher Brauerei.

 

Neue Ehrenmitglieder

 

In dem letzten Vierteljahrhundert habe der Förderkreis bewirkt, die Konfrontation zwischen Naturschutz und Kommunalpolitik zu durchbrechen, lobte Landrat Wolfgang Schuster (SPD) den Verein. Es sei gelungen, die Landwirte für den Erhalt der Natur zu gewinnen. Im am stärksten industrialisierten Landkreis in Hessen sei es gelungen eine Bewusstseinsänderung hin für den Erhalt der Natur zu schaffen. Vor 30 Jahren noch sei das Thema Naturschutz als bedrohlich empfunden worden, heute seien die Menschen stolz, in einer solch einer schönen Natur zu leben. »Gesunder Boden, Luft und Wasser sind unsere Lebensgrundlage. Die Natur kann sicher auf uns Menschen verzichten, aber nicht wir Menschen auf die Natur«, so Schuster. Als Zukunftsthema sieht der Landrat die Antwort auf die Frage, wie Naturschutz und Energieversorgung vereinbart wird.

Am Empfang im Naturschutzzentrum nahmen rund 50 Vertreter heimischer Organisationen und Unternehmen teil. Der ehemalige hessische Innenminister Gerhard Bökel (SPD) stellte den Rechtsanwalt Hans Karpenstein als seinen Nachfolger im Amt des Vereinsvorsitzenden vor. Bökel gehörte 1987 als Landrat zu den Gründern des Förderkreises. Seit drei Jahren hat er erneut den Verein geführt, aus beruflichen Gründen gab er den Vorsitz wieder ab. Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP) dankte Bökel für sein Engagement. 25 Jahre engagierte Förderung durch den Verein sei die Voraussetzung gewesen, um Projekte im Naturschutz zu fördern.

In seinem Rückblick wies der langjährige Schatzmeister Armin Ringsdorf darauf hin, dass der Förderkreis in 25 Jahren 630 000 Euro an Mitgliedsbeiträgen und Spenden eingenommen habe. Damit konnten 111 Projekte gefördert werden, dazu zählte ein Bildungsprogramm Wasserkraft, das Gebäude der Naturschutz-Akademie wurde mitfinanziert, es gab Beratungen in Fußgängerzonen, Schulen und Kindergärten, Naturlehrgänge, Schulgärten, das Schülerprojekt Satelliten-Geografie, Umweltforen, Ausstellungen, Streuobstwiesen, Labore und vieles mehr.

Aus dem Vorstand ausgeschieden ist neben Bökel auch der langjährige Schatzmeister Ringsdorf. Sein Nachfolger ist Sven Pappe. Außerdem Geschäftsführer Friedrich Wilhelm Georg, sein Nachfolger ist der Hüttenberger Alt-Bürgermeister Dr. Manfred Schmidt. Zu Ehrenmitgliedern wurden Ringsdorf und Georg sowie Elfriede Geier ernannt, die sich um die Schulgärten verdient gemacht habe.

In seiner Antrittsrede ging Karpenstein auf seine Vorgänger Bökel und Schmidt ein, die ihm große Vorbilder seien. Als Angler bringe er Erfahrungen im Naturschutz mit ein. In Zukunft will er auf Schulen zugehen, um junge Menschen für den Naturschutz zu gewinnen. Weiterhin sei der Landverbrauch ein Problem, und auch mit Vertretern des Pflanzenanbaus müsse der Naturschutz stärker zusammenarbeiten. Ferner wolle der Förderkreis nicht nur Projekte rund um das Naturschutzzentrum in Wetzlar voranbringen, sondern in ganz Hessen durch seine Unterstützung den Naturschütz fördern.

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Artikel vom 31.01.2012 - 08.46 Uhr
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