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Das Kreuz mit dem Kreuz

Artikel vom 27.01.2012 - 10.12 Uhr

Das Kreuz mit dem Kreuz

Frankfurt. Hessens Innenminister Boris Rhein hat bei der Oberbürgermeisterwahl in Hessens größter Stadt die Favoritenrolle inne, das zeigen Umfragen. Aber der CDU-Politiker hat am 11. März neun Gegenkandidaten.

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Nachfolger/in gesucht: OB Petra Roth, hier mit ABG Geschäftsführer Frank Junker beim Spatenstich für den Kulturcampus in Bockenheim im Dezember vergangenen Jahres, tritt ab. (Foto: Faust)
Und bis vor kurzem hatte sich noch gut jeder Fünfte nicht entschieden, wem er seine Stimme geben wird. Eine Stichwahl ist deshalb wahrscheinlich. Diskussionsstoff gibt es bis dahin allerdings genug: Die Top-Themen sind der Fluglärm und der soziale Bereich. Rhein ist zweifelsohne der bekannteste der zehn Kandidaten, die bei der OB-Wahl in der fünftgrößten Stadt Deutschlands antreten. Der 40-Jährige nutzt im Wahlkampf die Beliebtheit und Bekanntheit der vorzeitig scheidenden Amtsinhaberin Petra Roth. Er geht mit der dienstältesten Oberbürgermeisterin einer deutschen Großstadt auf Werbetour und ist mit ihr auch auf vielen Wahlplakaten zu
sehen.

Die größten Chancen gegen Rhein hat in der von Schwarz-Grün regierten Metropole der SPD-Kandidat Peter Feldmann. In einer Umfrage im Auftrag einer Tageszeitung zwei Monate vor der Wahl lag Rhein mit 32,1 Prozent in der Gunst der Wähler vorn, gefolgt von Feldmann mit 19,4 Prozent und der Grünen-Bewerberin Rosemarie Heilig mit 12,4 Prozent. Allerdings hatte Mitte Januar auch noch gut jeder Fünfte nicht entschieden, für wen er stimmen wird.

467 000 Wahlberechtigte

Als ein Top-Thema für die rund 467 000 Wähler kristallisierte sich in der Umfrage der Fluglärm heraus. 18,8 Prozent nannten ihn als wichtigstes Problem, das ein neues Stadtoberhaupt angehen sollte. Noch wichtiger waren allerdings die »sozialen Probleme« (22,6 Prozent).

Die Grüne Heilig könnte mit dem Flughafen-Thema punkten. Sie spricht sich – wie Janine Wissler von der Linken und Ursula Fechter von den Flughafenausbaugegnern (FAG) – für die Stilllegung der neuen Landebahn aus. Der SPD-Kandidat Feldmann steht dagegen wie Rhein weiter zum Flughafen als Jobmotor, will sich aber für die Ausweitung des derzeit gültigen Nachtflugverbots um zwei Stunden auf 22 bis 6 Uhr stark machen und Flüge auf die Flughäfen Hahn und Kassel verlagern. Der Sozialpolitiker könnte mit seinem Engagement gegen Kinderarmut sowie für alte Menschen und mehr bezahlbaren Wohnraum Stimmen gewinnen. Rhein macht sich aber auch für mehr Erzieher stark.

Nach Rhein, Feldmann und Heilig sind die anderen sieben Kandidaten laut Umfrage weit abgeschlagen. Dazu gehören außer Wissler und Fechter noch Herbert Förster von den Piraten und der frühere Chefredakteur des Frankfurter Satiremagazins »Ttanic«, Oliver Maria Schmitt.



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Artikel vom 27.01.2012 - 10.12 Uhr
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