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Bilder als Kontrapunkte zu den Nachrichten über Zerstörung

Artikel vom 03.02.2009 - 20.17 Uhr

Bilder als Kontrapunkte zu den Nachrichten über Zerstörung

Wetzlar (sha/agl). Im Beisein der heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Sybille Pfeiffer, die auch stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist, ist am Montag im Wetzlarer »Forum« die Afghanistan-Ausstellung mit Fotografien des Fotojournalisten Helmut R. Schulze eröffnet worden.
Fotojournalist Schulze (links) führte durch die Ausstellung.	(Foto: sha)
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Fotojournalist Schulze (links) führte durch die Ausstellung. (Foto: sha)
Pfeiffer und Schulze erläuterten zuvor Konzept und Anliegen der Ausstellung. Im vergangenen Jahr hatte sich Pfeiffer bei einer Afghanistanreise selbst ein Bild von dem Land gemacht. Trotz der überwiegend von Terroranschlägen dominierten Berichterstattung sei es ein »wunderschönes Land mit gastfreundlichen und wunderbaren Menschen«, sagte Pfeiffer.

Die Bilder zeigen auch Zerstörung durch den Krieg, doch dominiert diese nicht die Ausstellung. Landschaftsfotos etwa zeigen die schönen Seiten des Landes. Zu sehen sind auch Menschen, die in altertümlicher Weise Landwirtschaft betreiben. Auch ein Basar ist abgebildet, oder etwa der Sport. Die Breite des alltäglichen Lebens in Afghanistan kommt in Schulzes Fotos zum Ausdruck - ein Gegenstück zu den Terroranschlägen und Problemen, die in Nachrichten geschildert werden.

Zwar bestehe besonders 2009 - im Jahr der Bundestagswahl - auch in Deutschland eine erhöhte Terrorgefahr, aber gerade dies mache deutlich, dass Afghanistan dringend auf die Hilfe Deutschlands und anderer Länder angewiesen sei, damit dort demokratische Strukturen etabliert werden könnten, um das Land zu stabilisieren, sagte Pfeiffer. Aus diesem Grund sei auch der Einsatz der Bundeswehr unbedingt notwendig.

Pfeiffer zeigte sich optimistisch, dass es gelingen könne, durch die Foto-Ausstellung im Forum viele Menschen zu erreichen und ihnen Afghanistan jenseits der medialen Berichterstattung als faszinierendes und vielfältiges Land »begreifbarer zu machen«. Gleichzeitig könne diese Ausstellung auch dazu beitragen, den Bürgern in Deutschland die Gründe für den Bundeswehreinsatz plausibler zu machen und zu verdeutlichen, dass es sich dabei um ein »ureigenes Interesse« Deutschlands handele. Schulze unterstrich, dass viele Besucher - nachdem sie sich die Fotoausstellung angesehen hatten - immer wieder berichteten, dass sich ihr »Bild von Afghanistan verändert« habe. Vor allem mit diesem Anliegen habe die Ausstellung bereits in 35 deutschen Städten Station gemacht und über 250 000 Besucher angezogen. Während seiner sieben Afghanistanreisen zwischen 2002 und 2008 habe er erlebt, welch überragende Bedeutung Ehre und Gastfreundschaft für die Afghanen habe, erzählte der Fotograf. Es gebe eine »Verpflichtung, für den Gast einzustehen«.

Schulze verdeutlichte, dass es von zentraler Bedeutung für die Stabilisierung Afghanistans sei, dass die internationale Hilfe in den Dörfern ankomme. Nur wenn die Zivilbevölkerung die Hilfe unmittelbar erfahre und von ihr profitiere, könne es gelingen, den Taliban tatsächlich dauerhaft die Unterstützung zu entziehen. Pfeiffer und Schulze eröffneten gemeinsam die Fotoausstellung, und der Aussteller erläuterte den Besuchern ausgewählte Fotografien im Kontext der afghanischen Lebenswirklichkeit. Bis zum 14. Februar sind die Bilder im Forum zu sehen.

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Artikel vom 03.02.2009 - 20.17 Uhr
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