Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Hessen »

Arbeitsagentur-Chef schlägt Ausbildung für 40-Jährige vor

Artikel vom 23.05.2012 - 18.08 Uhr

Arbeitsagentur-Chef schlägt Ausbildung für 40-Jährige vor

Frankfurt (dpa). Wegen des immer deutlicheren Fachkräftemangels in Hessen schlägt die Arbeitsagentur den Betrieben vor, ältere Langzeitarbeitslose auszubilden.

mediaObjects_20120523_18_4c
Lupe - Artikelbild vergrössern
Eine Frau geht in der Agentur für Arbeit in Frankfurt an einem Logo der Arbeitsagentur vorbei. Wegen des immer deutlicheren Fachkräftemangels in Hessen schlägt die Arbeitsagentur den Betrieben vor, ältere Langzeitarbeitslose auszubilden. (dpa)
»Was spricht angesichts der hohen Zahl von Langzeitarbeitslosen dagegen bei gleichzeitigen Nachwuchssorgen der Unternehmen auch eine Ausbildung mit 35 oder 40 Jahren zuzulassen?«, fragte der Chef der Regionaldirektion, Frank Martin, am Mittwoch in Frankfurt.

Hintergrund ist eine Befragung von rund 1000 Betrieben in Hessen im Auftrag des agentureigenen Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB). Danach erwarten hochgerechnet rund 12 000 hessische Unternehmen Probleme bei der Besetzung qualifizierter Stellen. Hauptgrund ist dabei nach Einschätzung der Betriebe die sinkende Zahl von Bewerbern, es wurden aber auch selten zu findende Zusatzqualifikationen und unattraktive Arbeitsbedingungen als Hemmnisse genannt.

Direktionschef Martin forderte die Unternehmen auf, das Potenzial älterer Arbeitnehmer auszuschöpfen. Zudem dürften die nachrückenden Generationen dem Arbeitsmarkt nicht verloren gehen. »Jeder junge Mensch sollte einen Schulabschluss haben und anschließend die Chance auf eine Berufsausbildung oder einen Studienplatz erhalten – ohne Warteschleifen«, erklärte Martin laut einer Mitteilung.

Die Betriebe setzen der Umfrage zufolge vor allem auf Selbsthilfe, indem sie die Aus- und Weiterbildung intensivieren. Attraktive Arbeitsbedingungen und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie seien weitere wichtige Stellschrauben. »Die hessischen Betriebe sind auf einem sehr guten Weg«, lobte Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch (FDP). Die Landesregierung wolle erreichen, dass gerade kleinere Betriebe sich stärker an der beruflichen Weiterbildung beteiligten.

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 23.05.2012 - 18.08 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Leserkommentare
(24.05.2012 03:29)
bla
Was weiß JOBkomm?
Jobcenter-Geschäftsführer Bernhard Wiedemann vermittelt lieber in Zeitarbeit - Direktionschef Martin fordert "Attraktive Arbeitsbedingungen und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie".
Da scheint es ein Kommunikationsproblem zu geben.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang