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Oscar-Siegerinnen haben Pech in der Liebe

Artikel vom 22.03.2010 - 10.30 Uhr

Oscar-Siegerinnen haben Pech in der Liebe

Los Angeles/New York (dpa) - Die Liste der Opfer ist lang und prominent. Julia Roberts steht darauf und Helen Hunt, Gwyneth Paltrow und Halle Berry und zuletzt Kate Winslet und Sandra Bullock. Die Gemeinsamkeit: Alle Schauspielerinnen haben in den vergangenen Jahren einen «Oscar» gewonnen.
Kate Winslet und Sam Mendes
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Kate Winslet und Sam Mendes gehen getrennte Wege.
© dpa
Und bei allen kriselte es kurz nach der Ehrung mit der begehrtesten Auszeichnung des Filmgeschäfts in der Liebe. «Gibt es einen Fluch des Oscars?», fragen amerikanische Medien jetzt - und einige scheinen es sogar ernst zu meinen.

Bei gut einem halben Dutzend Preisträgerinnen sei die Beziehung kurz nach dem Oscar in die Brüche gegangen, rechnen die Blätter vor. Von einem «Todeskuss des Oscars für die Beziehungen seiner Gewinnerinnen», schreibt augenzwinkernd die seriöse «Los Angeles Times». Die «Oscarologen» hätten eine bemerkenswerte Statistik aufgemacht: Acht der zwölf zuletzt Geehrten hätten kurz nach der Ehrung Beziehungskrach gehabt: Helen Hunt (1998), Gwyneth Paltrow (1999), Julia Roberts (2001), Halle Berry (2002), Charlize Theron (2004), Hilary Swank (2000, 2005) und Reese Witherspoon (2006).

Wenige Tage, bevor von Eheproblemen bei Sandra Bullock die Rede war, trennte sich Kate Winslet von ihrem Mann - die Britin hatte den Oscar 2009 bekommen. Lediglich bei Nicole Kidman (2003), Helen Mirren (2007) und Marion Cotillard (2008) überlebte die Beziehung den Oscar.

«Es ist schon komisch», schreibt die Zeitung, «dass die Trennung immer kam, kurz nachdem die Oscar-Gewinnerinnen öffentlich ihrem Mann oder Freund gedankt hatten.» In der Tat hatte etwa Witherspoon ihren «wundervollen Ehemann» gelobt (Scheidung ein knappes Jahr später), Swank ihrem Mann dafür gedankt, «alles zu sein und mich immer unterstützt zu haben» (Scheidung ein knappes Jahr später) und Berry ihren Ehemann als «das Glück meines Lebens» bezeichnet (Trennung ein knappes Jahr später).

Noch Ende Januar hatte Sandra Bullock bei der Verleihung der SAG Awards von ihrem Mann geschwärmt: «Ich liebe dich so sehr und du bist echt heiß. Und ich will dich so sehr.» Kurz nach der Oscar-Verleihung behaupteten dann Zeitungen, dass Jesse James die 45-Jährige monatelang systematisch betrogen habe. Der Mann mit dem Revolverheld-Namen entschuldigte sich inzwischen öffentlich, ohne allerdings Details zuzugeben: Er habe ihr und seinen drei Kindern «unbegreifliche Schmerzen» zugefügt und verdiene «alles Schlechte». Er hoffe, dass seine Familie ihm eines Tages verzeihen könne.



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