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Erdbeben in Chile verschob Stadt um drei Meter

Artikel vom 10.03.2010 - 15.18 Uhr

Erdbeben in Chile verschob Stadt um drei Meter

Washington/New York (dpa) - Das gewaltige Erbeben in Chile hat die am schwersten getroffene Stadt Concepción um rund drei Meter nach Westen verschoben.
Nach dem Beben
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Ein zerstörtes Haus in der Stadt Concepción rund 500 Kilometer südlich von Santiago de Chilel.
© dpa
Auch die Hauptstadt sei nach dem Erdstoß der Stärke 8,8 nicht mehr am selben Platz, wie Forscher von vier amerikanischen und argentinischen Universitäten herausfanden. Santiago rutschte um 28 Zentimeter nach Westsüdwest, berichteten Wissenschaftler der Ohio State University am Montag (Ortszeit). Ebenso hätten sich die chilenische Hafenstadt Valparaíso und die Stadt Mendoza in Argentinien «beträchtlich» verschoben. In Concepción, der zweitgrößten Stadt Chiles, leben rund 900 000 Menschen.

Die Forscher verwendeten für ihre Messungen Daten, die sie mit Hilfe des GPS-Systems (global positioning satellite) zehn Tage nach dem schweren Erdstoß vom 27. Februar sammelten und mit älteren Lagedaten verglichen. Nach den Worten von Ben Brooks, Forscher an der Universität von Hawaii, bot das Beben eine «einzigartige» Möglichkeit, die seismischen Prozesse zu verstehen. Durch den Erdstoß, dem ein Tsunami folgte, starben mindestens 452 Menschen und entstanden Milliardenschäden.

Das Zentrum des Erdbebens lag in einer Region Südamerikas, die zum «pazifischen Feuerring» zählt. Der mehr als 40 000 Kilometer lange Ring reicht von der süd- und nordamerikanischen Westküste über Alaska, Russland, Japan bis hin nach Südostasien und steht unter hoher seismischer Spannung. Entlang dieser Linie pressen mehrere tektonische Platten gegeneinander. Das chilenische Erdbeben entstand an der Stelle, wo sich die Nazca-Platte unter die südamerikanische Platte schob.

Mike Bevis, Geologie-Professor an der Ohio State University, leitet seit 1993 ein Projekt, bei dem Bewegungen der Erdkruste und Verformungen in den zentralen und südlichen Anden gemessen werden. Mithilfe eines Netzwerks aus 25 regionalen GPS-Stationen können «Verschiebungen und Sprünge», die ein Erdbeben verursachen, ermittelt werden, erläuterte Bevis.

(Berichtigung: Im ersten Absatz wurde in der siebten Zeile berichtigt: die chilenische Hafenstadt Valparaíso und Mendoza in Argentinien (nicht «die argentinischen Städte Valparaiso und Mendoza»).)

Internet: www.EurekAlert.org

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Artikel vom 10.03.2010 - 15.18 Uhr
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