Grünberg (sc). Ernste Texte zu beschwingten Tönen kennzeichneten am Samstagabend das musikalische Repertoire des Liedermachers Clemens Bittlinger. Pfarrer Matthias Brink begrüßte den singenden Pfarrer auf Musikmission in der voll besetzten Queckbörner Kirche.
Ernste Texte mit beschwingten Tönen: Clemens Bittlinger in der Queckborner Kirche. (Foto: sc)
»Für mich als Pfarrer ist es schön, dass die Kirche heute Abend so voll ist«, freute sich Bink. Er habe durch dieses Konzert zusammen mit der Kirchengemeinde ein besonderes Highlight zur 900-Jahr-Feier Queckborns setzen wollen, betonte er. Dass dies gelungen war, zeigte nicht nur der vollbesetzte Kirchenraum: Mit »Standing Ovations« forderten die Zuschauert zum Abschluß des gelungenen Konzertabends eine Zugabe von Bittlinger und seiner Band, die dann auch gerne gewährt wurde.
Bittlinger, der als evangelischer Pfarrer für seine musikalischen Auftritte freigestellt und auch Botschafter der Christoffel-Blindenmission ist, brachte eine überzeugende Mischung seiner bisherigen Programme. Humorvoll, direkt und auch frech sprach er das Queckbörner Publikum an, das mit viel Applaus seine Begeisterung zeigte.
Seinen lebendigen Gesangsvortrag würzte Bittlinger mit Mini-Lesungen aus seinen Publikationen, die dann häufig zum Thema des folgenden Musikbeitrags hinleiteten.
Bittlinger nutzte den Konzertabend anlässlich der 900-Jahr-Jeier Queckborns zudem zu einer Premiere: Sein Lied »Hunderttausend Wunder«, das im vergangenen Herbst als Schlagerversion scheiterte, präsentierte er an diesem Abend in einer völlig neuen Fassung, die den uneingeschränkten Beifall des Queckbörner Publikums fand.
Seine Lieder zu den »Perlen des Glaubens« und »Fingerspitzengefühle« begeisterten die Zuschauer ebenso wie vertextete Choräle zum Mitsingen- die etwas mehr als 200 Besucher folgten den Aufforderungen zum Mitsingen zwar zunächst nur zögerlich, beteiligten sich dann aber immer eifriger.
Dabei waren die Texte nicht immer einfach nachzusingen. So verwirrte Bittlinger mit Wortspielereien um das Wörtchen eigentlich, als er den Refrain »eigentlich gibt es eigentlich nicht, weil es eigentlich nichts gibt, was dem Wörtchen eigentlich sinngemäß entspricht« zum Mitsingen freigab.
Schon seit mehr als 25 Jahren vermittelt Bittlinger seinen Glauben mit eindringlichen Texten und wird dabei von den Musikern Davis Plüss und Helmut Kandert begleitet.
Sehr viel Anklang fand auch das instrumentale Klangbild der beiden Musiker. Ihr Können stand der Stimme und Unterhaltungskunst Bittlingers in Nichts nach- ein professionelles Team, dessen Auftritt von den Queckbörner Organisatoren mit einer stilvollen Bewirtung auf dem Kirchplatz gelungen abgerundet wurde.