Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Kreis » Übersicht »

Grünberg entspricht Interesse von Häuslebauern an Kernstadt

Artikel vom 04.02.2012 - 13.05 Uhr

Grünberg entspricht Interesse von Häuslebauern an Kernstadt

Grünberg (tb). Trotz demografischen Wandels: Der Traum von den eigenen vier Wänden hat Bestand. Laut Bürgermeister Frank Ide verbuchte Grünbergs Stadtverwaltung im Vorjahr ein knappes Dutzend Anfragen. Nur: Die Hinweise der Sachbearbeiterin auf freie Flächen auf den Stadtteilen fruchteten nicht.

tb_zieg_040212_4c_2
Lupe - Artikelbild vergrössern
Ziegelberg, Leipziger Straße: Rechts der Straße sieht der Flächennutzungsplan eine einrei-hige Wohnbebauung vor, die Verwaltung soll jetzt in Kaufverhandlungen treten. (Foto: tb)
Anders ausgedrückt: Es gibt ein Interesse an Grünberg, aber nur wenn es die Kernstadt ist. Auf dass die potenziellen Neubürger, die eine Altimmobilie so gar nicht reizt, nicht weiterziehen - nach Lich oder gar nach Laubach - will Grünberg jetzt Neubaugebiete schaffen. Angestoßen wurde zum einen die Erweiterung des Baumgartenfeldes, zum anderen die im Flächennutzungsplan bereits seit Jahren vorgesehene eine Baureihe rechts der Leipziger Straße am Ziegelberg.

Der vom Magistrat festgestellte Etatentwurf 2012 weist zunächst eine Summe von 100 000 Euro für den Baulandankauf im Baumgartenfeld aus. Das Wohngebiet vor den Toren der Stadt hat noch Potenzial Richtung Queckborn.

Die Erweiterung, so Ide vor dem Haupt- und Finanzausschuss, entspräche dem Flächennutzungsplan. Dass kein überdimensioniertes Baugebiet geplant sei, machte er klar: »Sicher werden das keine 50 Parzellen.«

Grundstücke für ungeborene Enkel

Was die vom Ausschuss angemahnte Erfassung bzw. Vermittlung von Leerständen und Baulücken betrifft, so gebe es in der Kernstadt nicht mehr viele, sei auch das private Baugebiet »Gießener Weg« bis auf eine EFH-Parzelle ausgebucht (zum Verkauf steht freilich noch die Fläche zur B 49 hin, vorgesehen für Mehrfamilienhäuser bzw. ein Seminarhotel). Lücken gebe es zwar noch auf dem Ziegelberg. Aber, so Ide mit einem Schmunzeln: »Da verkauft keiner, die werden aufgehoben für die Enkel, die noch nicht geboren sind.«

Von daher mahnte Ide an, zweigleisig zu fahren, neben dem Leerstandsmanagement auch Bauflächen in der Kernstadt vorzuhalten. Schließlich brauche man die Einwohner auch aus Steuergründen. Dass die Regionalplanung eine Verdichtung in den Kernorten wünsche, sekundierte Wolfgang Hausmann (CDU). Claudia Wolf (SPD) erinnerte an die Baureihe (etwa sieben Grundstücke) in der Leipziger Straße, was schon wegen der vorhandenen Infrastruktur Sinn hätte.

Einstimmig beauftragte schließlich der HFA den Magistrat, auch dort - wie im Baumgartenfeld - mit den Eignern über einen Ankauf zu verhandeln.

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 04.02.2012 - 13.05 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang