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Abertausende Kraniche zogen über den Kreis Gießen

Artikel vom 16.10.2011 - 16.15 Uhr

Abertausende Kraniche zogen über den Kreis Gießen

Gießen/Biebertal (no). Das an diesem Wochenende größte Spektakel spielte sich nicht in einer der 18 Kreisgemeinden und Städte ab – sondern am Himmel darüber: In unzähligen und bisweilen endlos erscheinenden Formationen zogen abertausende Kraniche in ihre Winterquartiere in Südfrankreich und auf der iberischen Halbinsel.

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Abertausende Kraniche zogen in Formation …
 

Die erste umfassende Berichterstattung dazu legte einmal mehr der Beauftragte für Vogelschutz der staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland für den Landkreis Gießen ab, Karl Herrmann aus Biebertal. Der Kenner hatte in der Vorwoche bereits angekündigt, was die Menschen erwarten dürften.

Neben einzelnen Kranichzügen in den Tagen zuvor hätten erste große Trupps am Freitag den Kreis überflogen, schrieb Herrmann in einer Pressemitteilung. Kraniche in unzähligen, nicht enden wollenden Formationen hätten da Rodheim-Bieber und Königsberg bei strahlend blauem Himmel in großer Höhe überflogen. »Nach meinen eigenen Beobachtungen, beginnend um 17.20 Uhr mit ›nur» 200 Vögeln, zog sich das Geschehen bis zum Einbruch der Dunkelheit um 18.30 Uhr hin mit bis dahin mehr als 6000 Kranichen.« Allein 2000 seien es binnen fünf Minuten gewesen zum Abschluss des Tages.

Dann erreichten ihn zahlreiche Anrufe und Meldungen per Mail. Helga Weber-Schumann aus Königsberg habe 1650 »Vögeln des Glücks« beobachtet. Auch Ulrich Dürr aus Bieber meldete große Formationen. Über Gießen meldete Wolfgang Bellof etwa 10 000 beobachtete Kraniche zwischen 16 und 18 Uhr. Anja Wölm (»Mehrere Ketten mit fast 1000 Vögeln«) und für Großen-Linden H. U. Heymann sowie Helmut Schlechta für Langsdorf waren weitere Zähler. Bereits am Nachmittag habe Emmy Schepp über Saasen innerhalb einer Stunde etwa 70 Formationen beobachtet.

Die Herrmann-Mitteilung endete mit der Anmerkung, dass sich das Wandergeschehen noch in der Dunkelheit fortgesetzt habe. Wer beim Erfassen der Zugdaten im Landkreis mithelfen will, sendet seine Berichte möglicht kurz gefasst per Mail an karl.herrmann@gmx.de .

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Artikel vom 16.10.2011 - 16.15 Uhr
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