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Zum Auftakt fließen Geld und Wein für die »Finken«

Artikel vom 24.01.2012 - 14.40 Uhr

Zum Auftakt fließen Geld und Wein für die »Finken«

Wöllstadt (sky). Noch kein halbes Jahr alt ist der Förderverein der Concordia-Finken im Nieder-Wöllstädter Gesangverein, und schon stellte der Vorsitzende Julian Bonrath eine Benefizveranstaltung auf die Beine, die es so noch nicht gegeben hatte.

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Brauchen keine Millionen: die »Viertakter« singen beim Benefizabend im Hölzle-Saal. (Fotos: sky)
Über 70 Personen waren zu einer unterhaltsamen Weinprobe in den vereinseigenen Hölzle-Saal gekommen, um sich dort von Eric Pohlmann vom Weinhaus Jochim in Schotten in die Geheimnisse der guten Tropfen (aus meist deutschen Anbaugebieten) einweihen zu lassen. Dazu gab es – außer einem vorzüglichen Schweinekrustenbraten mit Kartoffelsalat – auch »A cappella zum Anfassen«, präsentiert von den »Viertaktern«, einem sowohl hörens- als auch bemerkenswerten Männerquartett aus der Wetterau. Es präsentierte eine temperamentvoll (und ebenso komödiantisch) vorgetragene Schlager-Rallye von Liedern der 30er bis hin zu Folk von Johnny Cash und anderen Nashville-Tennessee-Größen.

Rund 500 Euro waren schließlich in der Vereinskasse übrig geblieben, die nun zur Förderung der Jugendarbeit verwendet werden sollen. »Wir überlegen, ob wir das Geld für neue Polo-Shirts für unsere beiden Kinderchöre ›Schwalben» und ›Kolibris» ausgeben«, sagte Concordia-Vereinschef Bernhard Heger, nachdem er von der Höhe des Geldsegens erfahren hatte. Den ganzen Abend lang hatte er zusammen mit anderen Helfern dafür gesorgt, dass die Gläser stets gefüllt und die Gäste bei Laune blieben.

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Concordia-Chef Bernhard Heger schenkt die erste Runde ein.
Bevor allerdings der erste Korken der Kraft eines Korkenziehers nachgeben durfte, stand die wackere Sängerschar vor einem ernsthaften Problem: Die stählerne Tür zum Getränkeraum verweigerte den durstigen Kehlen vehement den Zugang zu ihren Weinvorräten. Weder Hammer und Meißel, weder Schraubenzieher noch Brechstange konnten sie bezwingen – sie bewegte sich keinen Zentimeter. Wäre nicht ein pfiffiges Vereinsmitglied auf die Idee gekommen, einen Schlüssel zu beschaffen, der zum Schlüsselloch passt, dann hätten sich die Anwesenden – statt mit einer feucht-fröhlicher Unterhaltung – vielleicht nur mit etwas trockenem Humor zufrieden geben müssen. Die Ursache für die unerwartete Verzögerung hätte übrigens eher zur Ernüchterung der Weinliebhaber beigetragen: Mehrere Wasserkästen hatten sich von innen unter den Türgriff geschoben und ein Öffnen per Klinke verhindert.

Im Saal nahm man das Malheur indes mit Gelassenheit, hatten die »Viertakter« ihr Publikum doch schon nach den ersten Tönen fest im Griff. »Ich brauche keine Millionen«, behaupteten die vier Stimmakrobaten voller Inbrunst. Mit einer Million hatte der Förderverein bei seiner ersten Benefizveranstaltung nicht gleich gerechnet. Außerdem war man mit den 500 Euro ja auch zufrieden gewesen. Wichtig erschien ihnen auch die gute Stimmung, die ein Hinweis auf Folgeveranstaltungen sein dürfte.

Und während Eric Pohlmann die Sinne der Anwesenden in Richtung Honigduft oder Erdbeere, exotische Früchte oder Eisbonbons und Drops lenkte, erfuhren die Wissbegierigen auch eine ganze Menge über Schoppen- und Tafelweine, über Qualitätsweine, Spät- oder Auslesen. Dass eine »leichte Holznote« durchaus ihren angenehmen Reiz hat, und dass Weine auch ohne Prädikat eine gediegene Qualität liefern können, war für einige neu. »Die Hauptsache ist, dass er mir schmeckt«, meinte eine Weißwein-Liebhaberin. An ihrem Tisch waren die Einschätzungen, was dem Einzelnen mundet und was nicht, durchaus unterschiedlich – und nach 14 Sorten in fünf Stunden zunehmend schwerer vorzunehmen.

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Artikel vom 24.01.2012 - 14.40 Uhr
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