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Federvieh auf dem »Wöllschter Teich« will nicht schwimmen

Artikel vom 24.08.2010 - 13.29 Uhr

Federvieh auf dem »Wöllschter Teich« will nicht schwimmen

Wöllstadt (sia). Kein echtes Federvieh, sondern 700 Plastikenten schipperten am Samstag - etwas zu gemächlich, wie sich später zeigte - über den Teich in Ober-Wöllstadt. Die für die Gemeinde außergewöhnliche Aktion war Teil des Teichfests des »Wöllschter Narren Clubs« (WNC): Jeder, der wollte, konnte sich Lose mit einer Nummer kaufen, die identisch mit der auf einer der Plastikenten war.
Die Plastikenten, die beim Teichfest einfach nicht schwimmen wollen.
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Die Plastikenten, die beim Teichfest einfach nicht schwimmen wollen.
Am frühen Abend startete das Entenrennen, und die vielen Gäste am Teich verfolgten gespannt, welche 15 gelben Plastikgenossen zuerst die andere Seite des Teiches erreichen würden. Zu den Preisen zählten unter anderem 250 Euro, ein Kochkurs mit Bürgermeister-Ehefrau Elke Götz sowie eine Führung durch das Frische-Center Frankfurt mit anschließendem Frühstück (gesponsert von Peter Grundhöfer, der auch die Enten gestellt hatte).

So simpel die Idee auch war, die Umsetzung gestaltete sich schwieriger als gedacht. Durch die fehlende Strömung mussten die Plastikenten mit Boot und Paddel angetrieben werden. Aber auch das langte nicht: Schließlich erbarmte sich ein WNC-Mitglied und sprang ins doch recht kühle Nass, von wo aus er die Enten mit Schwimmnudeln bis ins Ziel trieb.

Trotz dieser kleinen Probleme hatten die Narren aus Ober-Wöllstadt viel Spaß.

Gefeiert wurde das Jubiläum »Zweimal elf Jahre« - schließlich ist es in Karnevalsvereinen üblich, alle Schnapszahlen zu zelebrieren. Für den 1988 gegründeten WNC hätte das Wetter beim mittlerweile vierten Teichfest nicht besser sein können. Hunderte Gäste tummelten sich auf dem Teichgelände. Bühne, Festzelt und mehrere Bars sorgten für ein attraktives Ambiente. Als die Sonne unterging, beleuchteten stimmungsvoll viele kleine Lichter den Teich. Die Live-Band »Büdinger Fräääsch« sorgte für peppige Musik. Sogar die ganz Kleinen tanzten vor der Bühne mit.

Ein Höhepunkt des Abends war (wie alle zwei Jahre) die stets viel Anklang findende Bootsfahrt. Das »Phantom der Oper«, dargestellt vom WNC-Vorsitzenden Heinz »Ricky« Feuerbach, fuhr zum Entzünden des Feuerwerks in die Mitte des Teichs. Mystische Musik untermalte das Schauspiel. Das anschließende Himmelsspektakel war ein gelungener Abschluss für den offiziellen Teil des Abends.

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