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Von Vogelsberg bis Wetterau, von Nadelwald bis Bauerngarten

Artikel vom 06.03.2010 - 12.00 Uhr

Von Vogelsberg bis Wetterau, von Nadelwald bis Bauerngarten

Wölfersheim-Berstadt (sto). Auf Einladung des Arbeitskreises Dorfentwicklung und des Markwaldes Berstadt hielt am Donnerstag der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Ortsgruppe Nidda, Wolfgang Eckhardt, einen Vortrag über den Naturschutz im heimischen Raum.
Referent Wolfgang Eckhardt in den Reihen der Besucher.	(Foto: Storck)
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Referent Wolfgang Eckhardt in den Reihen der Besucher. (Foto: Storck)
Der AK-Vorsitzende Thomas Oßwald begrüßte die Besucher, Markmeister Rainer Dieffenbach warb für den »Tag des Waldes« am 16. Mai im Markwald. Dort soll 20 Jahre nach dem Sturm »Wiebke« an die Aufforstung erinnert werden. Eine kleine »Wiebke« stürmte am Sonntag den Markwald, auf den Tag genau 20 Jahre danach: »Xynthia« warf 200 bis 250 Festmeter Holz um.

Einen Schutz gegen den Wind haben die Vogelsberger stets gesucht. Das verdeutlichte Wolfgang Eckhardt im ersten Teil seines Vortrags. Ein tauglicher Versuch seien die Hecken, die im Lauf der Jahre zwischen den Lesesteinen an den Ackerrändern gewachsen seien. Das Zurückschneiden dieser Windbremsen hat die Niddaer SDW-Gruppe übernommen.

Die Frist für den Hecken- und Baumschnitt sei für dieses Jahr im übrigen bis zum 15. März verlängert worden. Er bat die Zuhörer, den vom Herbst oder Winter noch liegenden Schnitt in der Natur zu belassen, da er zur Wohn- und Brutstätte vieler Kreaturen geworden sei.

Eckhardts Vortrag beleuchtete die Region vom Hohen Vogelsberg bis zu den Auen der Wetterau. Sein Schwerpunkt war der Wald. Das Pflanzen von Nadelbäumen habe die Windfälle begünstigt, betonte Eckhardt und bezeichnete die Fichte als Säufer unter den Bäumen, die zwar im Hohen Vogelsberg, aber nicht in der Wetterau genug Niederschlag zur Verfügung habe.

Mit dem Wasser müsse der Mensch sparsam umgehen. 127 Liter verbrauche jeder Deutsche pro Tag, nur fünf seien zur Ernährung notwendig. Vom Regenwasser dienten nur 17 Prozent der Aufstockung des Grundwassers, während der Rest abfließe und bei Schneeschmelze oder starken Niederschlägen zu Überschwemmungen an Main und Rhein führen. Der SDW möchte das Wasser möglichst lange in der Region halten. Angelegte Flachwasserzonen und auch kleine Tümpel dienten zur Bildung von mehr Grundwasser und seien gleichzeitig ideale Lebensräume für Insekten, Amphibien und Lurche.



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