Wölfersheim-Södel (sto). Die Kirmes ist auch nicht mehr das, was sie mal war - fast überall. Und in Södel ganz besonders. Wo noch vor 20 Jahren die Turnhalle berstend voll war, herrschte zuletzt gähnende Leere.
Noch ist viel zu tun am früheren Rathaus - doch schon für Spätsommer ist die Einweihung der Gaststätte geplant. (Foto: Storck)
Damit verbunden schauten auch die Betreiber der Fahrgeschäfte auf dem Turnhallenvorplatz in die Röhre. So dass im vergangenen Jahr erstmals der gesamte Rummel fehlte - die Kirmes fand nur im Saale statt.
Die Verantwortlichen der Vereinsgemeinschaft, die nur noch aus VfB und TSV besteht, wollte daraus Konsequenzen ziehen und sprachen schon im September bei Bürgermeister Rouven Kötter vor - bezüglich einer neuen Ausrichtung des Fests mit Rückkehr an den alten Standort Kirchplatz.
Am Donnerstag trafen sich die Vereinsvertreter Karl Schäfer und Arthur Ottenbreit vor Ort mit Kötter und besprachen das neue Gesicht der Södeler Kirmes. Man kam überein, den traditionellen Termin in der zweiten Septemberhälfte beizubehalten. Das dreitägige Fest soll am alten Standort steigen, zwischen Ortsbrunnen, Ortslinde, Kirche, Pfarrhaus und dem einstigen Rathaus. Letzteres wird derzeit saniert und zur Ortsbegegnungsstätte umgebaut. Eine Gaststätte mit Biergarten, Tagungs- und Übungsraum und eine Wohnung sollen entstehen. Besitzer bleibt die Gemeinde, der Pächter steht noch nicht fest, ebensowenig der Name. Die Bauarbeiten sollen bis zur Kirmes abgeschlossen sein, damit gleichzeitig die Einweihung gefeiert werden kann.
Vereine und Gemeinde möchten den Pächter mit ins Kirmes-Boot nehmen. Wie das konkret aussehen wird, soll später mit ihm besprochen werden. Die Vereine planen, vom 24. bis 26. September neben der Gaststätte in einem kleineren Zelt zu feiern. Es soll die Verbindung zwischen dem entstehenden Biergarten und dem Kirchplatz herstellen. Auf dem Dorfplatz ist beabsichtigt, Buden und eventuell zwei Karussells aufzustellen.
Die Disco-freie Kirmes soll am Freitag gegen Abend mit dem Aufstellen des Kirmesbaums und dem Fassbieranstich beginnen. Auch für Samstag und Sonntag will man nicht überdimensional planen, eine kleine Kapelle soll musikalisch für Partystimmung sorgen. Das Ziel der Kirmes soll die Begegnung der alteingesessenen Södeler und Neubürger sein.