Wölfersheim-Wohnbach
(sto). Viele hatten sich an Heiligabend zu Fuß, per Auto oder via Pferd auf den Weg zur Wohnbacher Waldhütte gemacht, wo die Jäger zum 24. Mal zur Waldweihnacht eingeladen hatten.
Rentier oder Pferd? So mancher Besitzer hat sein Ross anlässlich der Waldweihnacht geschmückt.
Der Aufwand den der Veranstalter um Jagdpächter Norbert Körber im Vorfeld betreiben musste, um für eine reibungslosen Verlauf zu sorgen, war wie in den Vorjahren groß: An der Wegkreuzung vor der Waldhütte loderte ein Feuer, an dem sich die Besucher aufwärmen konnten, Glühwein und heißer Orangensaft sorgten für innere Wärme.
Rund 400 Menschen hatten sich gegen 11 Uhr am Gottesdienstplatz in freier Natur eingefunden. Sie wurden von Norbert Körber begrüßt. Für den Einstand in die festliche Stunde sorgten die Bläser aus Dorn-Assenheim, die im Verlauf des Gottesdienstes die gesungenen Lieder musikalisch begleiteten.
An die Geburt eines Jungen vor rund 2000 Jahren erinnerte Edeltraud Spatz mit ihrer Geschichte über das arme Waisenkind, das die Freude des Weihnachtsfests lange nur aus der Distanz miterleben kann, um sich dann doch – wie die anderen Menschen – freuen zu dürfen.
Mensch und Hund lauschen der Botschaft von der Geburt Christi. (Fotos: Storck)
Pfarrerin Martina Belzer aus Wohnbach und ihr Kollege Uwe Wagner-Schwalbe aus Münzenberg vermittelten gemeinsam mit Gottfried Bell, einst katholischer Pfarrer in Oppershofener, die Botschaft der Geburt Jesu in einer kalten Nacht in einem Stall in einem Ort namens Bethlehem. Sie verwiesen auf jene frohe Botschaft, die für jeden Menschen gelte. Sie beinhalte auch Zuversicht in die Zukunft, die für die innere Freude sorge.
Gottfried Bell relativierte die Wertung von groß und klein bei Gott, der andere Maßstäbe setze. Dazu führte der Pfarrer die Geschichte des Besuchs der Hirten bei dem Jesuskind an. Dort wurde auch der einfältige und von den anderen Hirten als Tölpel bezeichnete Hüter der Schafe eine wichtige Person in der Besucherdelegation im Stall zu Bethlehem.
Nach »Ihr Kinderlein kommet«, »Es ist ein Ros entsprungen« und »O du fröhliche« erklang zum Abschluss des Gottesdienstes »Stille Nacht, heilige Nacht«, bevor die Bläsergruppe Dorn-Assenheim mit dem beschwingten Weihnachtslied »Frohe Weihnacht überall« den Nachhauseweg der Besucher begleitete.
Die Kollekte der Wohnbacher Wald wird dem Verein »Kinderherzen heilen« in Gießen zugute kommen.