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Der Berstädter Klaus Gottwals ist der Herr des Gefiederten

Artikel vom 31.12.2011 - 12.41 Uhr

Der Berstädter Klaus Gottwals ist der Herr des Gefiederten

Wölfersheim-Berstadt (sto). Klaus Gottwals ist in Sachen Geflügelzucht ein Unikat in der Region. Mehr als seine 50 Arten kann wohl kein Züchter zwischen Alsfeld und Darmstadt aufweisen.

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Von klein auf kümmert sich Klaus Gottwals um seine gefiederten Schützlinge.
Beschaulich sieht die kleine Hofreite von Familie Gottwals im alten Dorf von Berstadt aus. Eine wie viele, wo in früheren Jahren Landwirtschaft betrieben wurde. Stehen die einstigen Wirtschaftsgebäude der Nachbarschaft leer, so hebt sich jenes der Gottwals in der Straße Zur Beunde ab. In der kleinen Scheune, den Nebengebäuden und dem Garten herrscht ein emsiges Treiben: Zwerghühner, Wildtauben, Fasane, Wachteln und Zierwassergeflügel tummeln sich in den Gehegen und Volieren. Aber nicht alle Tiere, die sich im Besitz der Familie befinden, haben eine Bleibe in der Hofreite. Die Lauf- und Zwerg-enten sind in einer Anlage vorm Ort untergebracht. Kristallisationspunkt all dieser Gefiederten ist Klaus Gottwals.

Leidenschaft vom Vater geerbt

Als Sechsjähriger wurde Klaus Gottwals 1972 Mitglied des GZV Nidda. Sein Vater Willi war dort bereits aktiver Züchter. Mit dessen Geschenk von blauen Zwerg-Wyandotten-Hühnern an seinen Sohn begann die Karriere eines der erfolgreichsten Rassegeflügelzüchters der Region, der heute mehr Arten aufweisen kann als jeder andere Züchter zwischen Alsfeld und Darmstadt. 48 Arten ergab die kürzliche Zählung, die alle gehegt, gepflegt und gezüchtet werden wollen.

»Es werden mit Sicherheit 200 Tiere sein, die wir derzeit besitzen«, überschlägt Klaus Gottwals. Im Frühjahr und Sommer nach den Bruten sind es noch einmal mehr. »In der Spitze tummelten sich vor Jahren hier einmal knapp 600 Tiere. Zuletzt haben wir uns auf 150 bis 200 ›Hinkel» beschränkt. Die Anzahl der übrigen Tiere, wie der acht Wachtelarten, kann ich nicht sagen.«

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Auch Tauben hat der Berstädter im Angebot.
Beim Gang durch Scheune, Garten und Nebengebäude gleicht Gottwals’ Redefluss einem Wasserfall. Da, wo der Besucher gefiederte Kreaturen der verschiedensten Größen und Rassen teils bunt gemixt in den Volieren ausmacht, erläutert der Berstädter, was da bei mitunter bis zu 30 Tieren jeweils zusammen lebt. Das geübte Auge des Züchters ordnet jedes Tier ein. Fast hat man den Eindruck, er kennt den Geburtstag jedes einzelnen Tieres.

Angesichts dieser Gemengelage stellt sich die Frage, wie man so reinrassige Tiere züchten kann? Schließlich verabscheut ein Ruhlarer Kaulhuhn-Hahn nicht eine attraktive Okina Chapo-Hühnerdame. Gottwals klärt auf: »Derzeit findet keine Zucht statt. Da kann man verschiedene Rassen in einem Stall halten, sofern man die Eigenarten der jeweiligen Kreaturen berücksichtigt.« Etwa vier Wochen vor der Brutzeit werden die Tiere zu Stämmen zusammengestellt, das heißt getrennt nach Rassen und Farbschlägen gehalten. »So soll die Reinheit der Tiere gewährleistet werden. Tauben, Zwergenten und das meiste Ziergeflügel sind monogam. Hier findet eine Paarbildung statt.«

Europameister bei den Enten



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Artikel vom 31.12.2011 - 12.41 Uhr
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