Wölfersheim-Berstadt (sto). Samstag, 10.25 Uhr: Die Sirenen heulen. Während eines Sommergewitters ist ein Blitz bei der Firma Fensterbau Storck in der Licher Straße eingeschlagen. Im gelagerten Holz finden die Flammen Nahrung: Großbrand. Alles natürlich nur eine - betont realitätsnahe - Übung für die Wölfersheimer Feuerwehren.
Nach der Arbeit auch noch Kritik - aber die Übungsbesprechung gehört dazu und fällt insgesamt auch sehr positiv aus. (Fotos: Storck)
Die zuerst alarmierten Brandschützer aus Berstadt und Wohnbach standen unter der Leitung von Berstadts Wehrführer Michael Käs, der zuallererst das Abschalten des Stroms veranlasste. Immerhin: Petrus war gnädig gewesen und hatte den Blitz am arbeitsfreien Samstag einschlagen lassen. Deshalb konnte schnell Entwarnung bezüglich möglicher Personen in den Hallen gegeben werden.
Dank der guten Ortskenntnisse über die Gebäude erkannte Michael Käs sofort die Problematik der Lage und alarmierte noch die übrigen drei Wehren der Gemeinde aus Wölfersheim, Södel und Melbach. Zudem forderte er von der Niddaer Feuerwehr die Drehleiter an, die sehr schnell vor Ort eintraf.
Während die Berstädter Wehr die laut des angenommenen Szenarios in Flammen stehenden Gebäude vom Firmenhof aus bekämpfte, stellte die Wohnbacher Gruppe eine Wasserversorgung von der Bismarckstraße aus zur anderen Gebäudeseite her., wo dann die Niddaer Drehleiter zum Einsatz kam.
Die Wehren aus Wölfersheim und Södel stellten weitere Wasserversorgungen her, so dass man den Brandherd im westlichen Gebäudekomplex effektiver bekämpfen konnte.
Als letzte Gruppe erreichte die Melbacher Wehr den Brandherd - dort hatte die Sirene den Dienst versagt.
Nach einer knappen Stunde konnten die Wasserhähne zugedreht und die Schläuche eingerollt werden. Eine anschließende Brandwache war nicht vonnöten.
Anders als vor 25 Jahren, als die Hallen der Firma tatsächlich brannten, war der Einsatz der rund 50 Feuerwehrmänner. und -frauen am Samstag nur die Zentralübung der Gemeindewehren. Das Szenario hatte sich der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Joachim Damm ausgedacht.