Wölfersheim-Berstadt (en). Die Anwohner freuen sich schon seit Mitte Dezember, Bürgermeister Rouven Kötter hat eine Sorge weniger und die Firma ist zuversichtlich, einen besseren Standort zu finden: Biokraft verlässt Berstadt.
Bald Vergangenheit: Dampfende und nicht immer geruchlose Halden bei Biokraft in Berstadt. (Archivfoto)
Am Mittwoch beschloss das Gemeindeparlament hinter verschlossenen Türen mehrheitlich die Auflösung des Vertrages.
»Der vor rund einem Jahr geschlossene gerichtliche Vergleich hatte uns einige Möglichkeiten geboten, den Betrieb des Unternehmens am Standort Berstadt sehr kritisch zu begleiten und gegebenenfalls auch zu überprüfen. Der gerichtliche Vergleich war somit die Grundlage für das nun erzielte Verhandlungsergebnis. Ich freue mich sowohl persönlich als auch für die Berstädter Bevölkerung, dass die Gemeindevertretung der Vorlage zugestimmt hat und wir nun einen Schlussstrich unter das Kapitel Biokraft ziehen können,« zeigte sich Bürgermeister Rouven Kötter nach der Sitzung erleichtert.
Da das Unternehmen umfangreiche Investitionen getätigt hat, wird die Gemeinde Wölfersheim eine Ausgleichszahlung überweisen. Kötter betonte, dass es sich hierbei keinesfalls um einen Schadensersatz, sondern vielmehr um eine Investition in den Standort handele. Immerhin habe das Unternehmen aus einem Acker eine voll erschlossene Industriefläche gemacht. Zur Höhe der Zahlung machte Kötter keine Angaben.
Der Zeitplan sieht nun vor, dass Biokraft den Betrieb zum 1. Februar in Berstadt einstell. Bis zum 31. März wird das Gelände vollständig geräumt und gereinigt, die Hallen werden spätestens im September abgebaut.