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16.01.2008 - 18.36 Uhr
Die Domstadt Wetzlar zwischen Goethe und globaler Wirtschaft
Für Goethe und Bundesliga-Handball – aber nicht nur – ist Wetzlar an
der Lahn bekannt. Wahrzeichen der Stadt ist der Dom, der über der
Altstadt mit den schmalen Gässchen und den kleinen Läden in die Höhe
ragt. Das Besondere seiner Fassade ist auch die Uneinheitlichkeit. Das
Panoramabild wird von der Lahnbrücke komplettiert, dessen Bögen sich am
Fuße der Altstadt über den Fluß spannen.
© Geck
Für Wetzlars wirtschaftliche Bedeutung in der Historie stehen beispielsweise die Unternehmen Buderus, Leica und Hensoldt. Heute vermarkten die BBT Thermotechnik GmbH, Leica Microsystems, Carl Zeiss Sports Optics, Loh und Siemens VDO ihre Produkte global.
Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe beehrte die Stadt mit seinem Aufenthalt, als Wetzlar Sitz des Reichskammergerichtes war. An Charlotte Buff, die Goethe in dieser Zeit kennenlernte, erinnert das »Lottehaus«. Zusammen mit dem »Jerusalemhaus« informiert es über die Hintergründe, vor denen Goethe im Jahre 1774 seinen ersten Roman »Die Leiden des jungen Werthers« verfasst hat.
Zu den Wetzlarer Museen gehören auch die Sammlung Lemmers-Danforth, das Reichskammergerichtsmuseum und das Stadt- und Industriemuseum. Das »Viseum« gibt Einblick in modernste optische Geräte. In den Sommermonaten finden auf der Freilichtbühne des Rosengärtchens und an anderen Stätten die Wetzlarer Festspiele statt, die den Besuchern ein Programm aus Opern, Operetten, Schauspiel, Konzerten und Kleinkunst bieten.
Sportlich hat Wetzlar zum Beispiel die langjährige Bundesliga-Zugehörigkeit der HSG-Handballer, Turner Fabian Hambüchens Welt- und Europameistertitel, das Golden Goal, mit dem Nia Künzer die Fußballdamen 2003 zum Weltmeistertitel »köpfte«, und die nationalen und internationalen Titel der Rollstuhlbasketballer des RSV Lahn-Dill vorzuweisen.